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Anstieg der Ökostromumlage sorgt für steigende Strompreise

11. Oktober 2012
Steigende Strompreise Ökostromumlage

© digitalstock – Fotolia.com

Bereits seit Monaten schauen Millionen von Verbrauchern mit Sorge auf den Oktober, aktuell werden die Zahlen für die Ökostromumlage in Deutschland konkreter. Nachdem private Kunden im Jahr 2012 bereits 3,6 Cent als Umlage auf ihren gewöhnlichen Strompreis zu zahlen haben, ist für 2013 ist Wert von mehr als fünf Cent wahrscheinlich.

Dies würde einen Anstieg von gut 50 % bedeuten, der jeden Privathaushalt in Deutschland trifft und Strom weiter verteuert. Da bereits jetzt unzählige Haushalte unter ihren horrend hohen Energiekosten leiden, bleibt ein schnelles Handeln der Politik unverzichtbar, um eine bürgerfreundliche Alternative auszuarbeiten, die Strom weiterhin für jedermann bezahlbar macht.

Fülle an Subventionierungen Preistreiber am Strommarkt

Neben den Subventionierungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ergeben sich durch die fortschreitenden Investitionen in das Stromleitungssystem weitere Kosten der Netzbetreiber, die auf den Preis für Stromkunden umgeschlagen werden. Da die Energiewende in Deutschland in den letzten Jahren schneller als erwartet vorangeschritten ist und somit höhere Subventionszahlungen für alle Investoren mit sich brachten, haben die Netzwerkbetreiber deutlich höhere Kosten zu meistern, die alleine durch einen Anstieg der Ökostromumlage zu kompensieren sind. Viele Kritiker der aktuellen Regelung sehen daher alleine in der Abschaffung der umfangreichen Subventionspolitik einen Ansatzpunkt, um den Strompreis für private Kunden zu stabilisieren.

Politische Diskussionen zum Strompreis dauern an

Da sich noch vor wenigen Jahren Bundeskanzlerin Merkel dafür stark machte, dass der private Verbraucher nicht mehr als 3,5 Cent Ökostromumlage zusätzlich zu tragen hätte, wird spätestens ab dem Folgejahr diese Ankündigung durch die politische Wirklichkeit eingeholt. Von Seiten der Opposition wird die aktuelle Subventionspolitik vorrangig deshalb kritisiert, da zahlreiche Wirtschaftsbranchen vom Tragen der Ökoumlagen befreit sind. Politisch ist es dem Normalbürger hierbei schwer begreiflich zu machen, warum dieser Strom sparen sollte und zeitgleich energieintensive Branchen fortlaufend begünstigt werden. Welche politischen Maßnahmen zur Preisstabilisierung zu erwarten sind, kann daher aktuell noch kaum abgeschätzt werden.

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