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Das atomare Endlager Gorleben hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt, die durch eine aktuelle Äußerung des SPD-Chefs Gabriel neuen Schwung erhalten hat. Der ehemalige Salzstock wird seit vielen Jahren als Endlagerstätte eingesetzt, steht jedoch aufgrund der geologischen Beschaffenheit immer wieder in der Kritik und wird von vielen Aktivisten und Politiker als ungeeigneter Lagerort angesehen. Auf der Suche nach neuen Standorten zur Atommülllagerung will Gabriel Gorleben nicht ganz abschreiben.
Zwar sei die Sichtung anderer Orte zur Endlagerung unverzichtbar, um die gesamte Diskussion auf einen seriösen und praxisorientierten Niveau weiterzuführen, sollte bis dorthin Gorleben als Standort nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine weitere Erkundung des Salzstocks lehnte allerdings auch Gabriel konsequent ab.
Kritik von der niedersächsischen SPD
Eher verstimmt wurde die Äußerung Gabriels von den Sozialdemokraten in Niedersachsen aufgenommen, die sich seit einigen Jahren vehement für eine Schließung von Gorleben als Endlager stark machen. Unabhängig von der Äußerung begrüßten es die Landespolitiker allerdings, dass endlich Schwung in die Diskussion käme und somit die Chance steigen würde, anstelle Gorleben auch andere Lösungen in der Bundesrepublik zu finden. Offenkundig wird bei der aktuellen Diskussion der Unterschied zwischen den Interessen des Bundes und der Länder, was auch beide politischen Seiten unmittelbar einsahen und in ihre Kommentare einfließen ließen.
Problem der Endlagerung fortwährend gegeben
Grundsätzlich bleibt die Schwierigkeit bestehen, die deutsche Bevölkerung vor den atomaren Überresten der Nuklearenergie zu schützen. Die bisherige Entscheidung für entlegene Hallen stellte sich im Laufe der Jahrzehnte nicht nur strahlenschutztechnisch als Kompromiss heraus, vielmehr erweisen sich verschiedene Lagerstätten in Deutschland als ungeeignet, um Atommüll über Tausende oder sogar Millionen von Jahren zu lagern. Ein endgültiger Kompromiss ist selbst nach Jahrzehnten der Atomdiskussion immer noch nicht in Sicht, allerdings dürfte durch das vermeintliche Ende von Gorleben die Möglichkeit bestehen, sich politisch neuen Standorten zu öffnen, um eine sichere Lagerung zu gewährleisten.

