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Bundesregierung treibt Internetausbau voran

11. Juli 2012
Internetausbau Deutschland

© Bernd Kröger – Fotolia.com

Viel wurde in den letzten Jahren über die Ausdehnung schneller Internetanschlüsse bis hinein in den ländlichen Raum der Bundesrepublik diskutiert, nun scheint die schwarzgelbe Bundesregierung Nägel mit Köpfen machen zu wollen. Wie es sich momentan abzeichnet, will die entsprechende Arbeitsgemeinschaft der Koalition eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Nutzung des hochleistungsfähigen Internets in Deutschland verhindern, Interessenten sollen schnell und unkompliziert Zugang zu den unzähligen Kabelverzweigern im ländlichen Raum erhalten. Auch die klassische Teilnehmeranschlussgebühr soll in ihrer heutigen Form zukünftig nicht mehr gelten, was vor allem für die Deutsche Telekom zu erheblichen Verlusten in den Mieteinnahmen führt, die aktuell durch die Bereitstellung der Netzwerkstrukturen eingestrichen werden.

Deutsche Telekom erheblich von neuen Plänen getroffen

Auch wenn der entsprechende Abschlussbericht noch nicht veröffentlicht wurde, wäre vorrangig die Deutsche Telekom als ehemaliger Staatsbetrieb erheblich von den genannten Änderungen betroffen. Unabhängig von den ausfallenden Mieteinnahmen würde die faktisch in vielen Regionen noch gegebene Monopolstellung allmählich bröckeln. Da in diesen Regionen der Wechsel zu einem alternativen Anbieter mit Aussichten auf preiswerte und schnelle Internettarife aufgrund der gegebenen Infrastrukturen meist unsinnig erscheint, könnte sich dies im Laufe der nächsten Jahre erheblich ändern. Auch wenn die Deutsche Telekom aus dem ehemaligen, staatlichen Monopol im Bereich Telekommunikation hervorging, lässt sich aktuell nicht mehr von einem begünstigen Umgang durch die Politik sprechen.

Ausbau des schnellen Internets kommt schleppend voran

Der aktuelle Abschlussbericht geht auf die Entwicklungen der letzten Jahre ein, die eher für einen gemäßigten Ausbau der Infrastrukturen in ländlichen Regionen stehen. Das Ziel, drei Viertel der deutschen Haushalte bis zum Jahr 2014 mit einem Internetanschluss auszustatten, der mehr als 50 Mbit pro Sekunde bietet, scheint nach aktuellem Fortschritt eher unwahrscheinlich. Aus diesem Grund soll in den folgenden, beiden Jahren neuer Schwung in den Ausbau gebracht werden, was vorrangig auch durch die Öffnung der Regionen und Infrastrukturen für alternative Interessenten erfolgen soll.

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