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Archiv für die Kategorie ‘DSL’

Ausbau des LTE-Netzes in vollem Gange

24. Oktober 2011

LTE-Ausbau DeutschlandSchnell im Internet surfen – wer will das nicht? Doch in vielen Bundesländern stehen schnelle DSL-Verbindungen noch nicht zur Verfügung. Der Ausbau des LTE-Netzes ist jedoch bundesweit in vollem Gange. Die Auflage, die schnelle Breitbandanbindung vor allem in Regionen ohne DSL auszubauen, stammte von der Bundesnetzagentur. Nun hat sich in vier weiteren Bundesländern etwas getan. Auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sind die Betreiber der Mobilfunknetze ihrer Verpflichtung zur Versorgung mit dem Netz mittlerweile nachgekommen.

Das hören die Bewohner in den Ballungsgebieten dieser Länder wohl gern. Schließlich können nun Vodafone, Telefónica Germany (O2) und die Deutsche Telekom auch ihren Nutzern in diesen Bundesländern das LTE-Netz zur Verfügung stellen. Zuvor war schon im September in Nordrhein-Westfalen und im Saarland das Auflagenziel erreicht worden.

Insgesamt sind somit sechs Länder der Bundesrepublik an das LTE-Netz angeschlossen. Weitere Bundesländer wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen gehören jedoch noch zu den Ländern, in denen das Breitbandnetz nicht oder zu wenig angeboten werden kann. Hier wird der Netzausbau in den kommenden Monaten erfolgen. Schließlich sind Netzbetreiber verpflichtet den Ausbau voranzutreiben, damit schon bald alle Bundesbürger von dem schnellen LTE profitieren können.

Die rasche Entwicklung zeigt, dass die Unternehmen sich ihrer Verantwortung bezüglich des Netzausbaus bewusst sind und den Erwartungen folgeleisten. Die entsprechenden Frequenzen werden wohl schon bald auch von den Bundesbürgern weiterer Länder genutzt werden können. Der stetigen Verbesserung der Breitbandversorgung steht somit also nichts im Wege. Laut Deutscher Telekom wurden mittlerweile rund 1.800 Gebiete erschlossen. Bis Ende 2011 sollen etwa 5.000 weitere Standorte folgen. Vodafone gab darüber hinaus an, etwa sechs Millionen Haushalte einen LTE-Zugang zur Verfügung gestellt zu haben.

Breitband-Internet und Daten-Roaming rufen Regulierer auf den Plan

23. September 2011

Daten-RoamingWährend staatliche Regulierungsmaßnahmen von Verbrauchern als Schutz vor Preiswucher aufgefasst werden, sind sie Netzbetreibern oft ein Dorn im Auge. Bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen wurde davon abgesehen, eine Anbindung ländlicher Gebiete verpflichtend zu regeln. In ländlichen Gebieten entstanden deshalb sogenannte “weiße Flecken”: Ein Breitband-Zugang zum Internet war dort mangels DSL- oder UMTS-Verfügbarkeit nicht möglich.

Dieser Zustand soll mit dem neuen LTE-Netz der Vergangenheit angehören: Hier hat der Gesetzgeber festgelegt, dass zunächst diese Gebiete versorgt werden müssen, bevor die Abdeckung von Ballungsgebieten erfolgen darf. Somit wurde das Interesse einer Minderheit in der Bevölkerung von der Regulierungsbehörde höher bewertet als das Gewinninteresse der Netzbetreiber.

Viele Verbraucher sehen die Regulierungsbehörde in der Pflicht, wenn es um die Schaffung einer rechtsverbindlichen Definition für Flatrates geht. In die Kritik geraten sind Provider-Angebote, die den mobilen Zugang zum Internet ermöglichen und als Flatrate beworben werden, obwohl sie nicht die erwarteten Anforderungen erfüllen. Anstatt zeitlich und volumentechnisch unbegrenztem Zugang wird die Geschwindigkeit der Mobil-Flats automatisch gedrosselt, sobald ein bestimmter Datenumsatz erreicht wurde. Eine Regulierung durch Preisobergrenzen auf dem Telekommunikationsmarkt wäre nur möglich, wenn ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung innehätte. Eine andere Art der Regulierung erfolgt jedoch über die gesetzlichen Vorschriften: Da es sich bei Mobilfunkverträgen mit monatlicher Abrechnung um Kreditverträge handelt, greifen hier die Wucher-Vorschriften bei einem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung.

Wird das mobile Internet auch im Ausland genutzt, so fallen oft hohe Roaming-Gebühren an – hier hat die EU regulierend eingegriffen: 2007 wurde der Euro-Tarif für Mobilfunkgespräche im Ausland eingeführt, 2009 folgte eine Deckelung der SMS-Preise. Auch die Großhandelspreise für Daten-Roaming wurden reguliert, was jedoch nicht die Gebühren für den Endnutzer berührt. Allerdings können sich im EU-Ausland reisende Verbraucher seit März 2010 eine Preisgrenze setzen, bei deren Erreichen der Provider die Verbindung unterbrechen muss – voreingestellt ist ein Betrag von 59,50 Euro. Ab 2012 will die EU dann auch die Kosten für Datenübertragungen im Ausland senken.

LTE Verfügbarkeit: Schnelles Internet gestartet

16. September 2011

LTE VerfügbarkeitEs besteht Hoffnung für alle ländlichen Gebiete in Deutschland, die im Moment noch über keinen schnellen Internetzugang verfügen. Anfang September 2011 hat der Anbieter Vodafone Deutschland in Niederbergkirchen in Bayern die ersten ländlichen Regionen mittels LTE-Technik an das schnelle Internet angeschlossen. Und der Start ist zur Zufriedenheit der Politik und der Bürger verlaufen.

Die Technik ist laut Aussage des Anbieters dabei genauso schnell und sicher wie ein Internetzugang über Kabel. Über den LTE-Surfstick ist eine Datenübertragung von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde möglich, und in den angebotenen Tarifmodellen ist ein monatliches Datenvolumen von fünf Gigabyte über die High-Speed-LTE-Technik beinhaltet. Das reicht für etwa 1.500 Musikstücke im MP3-Format oder ca. 250.000 E-Mails, so dass hier für den normalen Nutzer ausreichend Volumen und Geschwindigkeit zur Verfügung stehen.

Vodafone erreicht dabei aktuell mit seiner LTE-Technik bereits fünf Millionen Haushalte in Deutschland und erschließt dabei, gemäß der gesetzlichen Vorgaben, zunächst die ländlichen Gebiete, die bislang unterversorgt waren und kein DSL zur Verfügung haben. So soll sichergestellt werden, dass die weißen Flecken auf der Deutschlandkarte, die bisher noch keinen schnellen Zugang zum Internet haben, schnellstens verschwinden. Die LTE Verfügbarkeit soll sukzessive erhöht werden.

Für die Politiker der Region und des Landes ist der Anschluss an das schnelle Internet auch ein in vieler Hinsicht wichtiger Standortvorteil. Nicht nur Unternehmen setzen immer mehr auf die digitale Kommunikation und sind auf einen schnellen Internetzugang angewiesen, sondern auch der Staat bietet seinen Bürgern immer mehr Dienste auf elektronischem Weg an. Hier gilt es, durch den Einsatz neuer Technologien, wie der LTE-Technik, für alle Bürger die gleichen Voraussetzungen und einen Zugang zu den digitalen Angeboten des Staates und von Unternehmen zu schaffen. Neben der erhöhten Zufriedenheit der Bürger können auch Unternehmen das neue Angebot nutzen, was für ländliche Regionen einen bisher bestehenden Wettbewerbsnachteil beseitigt.