Schnell im Internet surfen – wer will das nicht? Doch in vielen Bundesländern stehen schnelle DSL-Verbindungen noch nicht zur Verfügung. Der Ausbau des LTE-Netzes ist jedoch bundesweit in vollem Gange. Die Auflage, die schnelle Breitbandanbindung vor allem in Regionen ohne DSL auszubauen, stammte von der Bundesnetzagentur. Nun hat sich in vier weiteren Bundesländern etwas getan. Auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sind die Betreiber der Mobilfunknetze ihrer Verpflichtung zur Versorgung mit dem Netz mittlerweile nachgekommen.
Das hören die Bewohner in den Ballungsgebieten dieser Länder wohl gern. Schließlich können nun Vodafone, Telefónica Germany (O2) und die Deutsche Telekom auch ihren Nutzern in diesen Bundesländern das LTE-Netz zur Verfügung stellen. Zuvor war schon im September in Nordrhein-Westfalen und im Saarland das Auflagenziel erreicht worden.
Insgesamt sind somit sechs Länder der Bundesrepublik an das LTE-Netz angeschlossen. Weitere Bundesländer wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen gehören jedoch noch zu den Ländern, in denen das Breitbandnetz nicht oder zu wenig angeboten werden kann. Hier wird der Netzausbau in den kommenden Monaten erfolgen. Schließlich sind Netzbetreiber verpflichtet den Ausbau voranzutreiben, damit schon bald alle Bundesbürger von dem schnellen LTE profitieren können.
Die rasche Entwicklung zeigt, dass die Unternehmen sich ihrer Verantwortung bezüglich des Netzausbaus bewusst sind und den Erwartungen folgeleisten. Die entsprechenden Frequenzen werden wohl schon bald auch von den Bundesbürgern weiterer Länder genutzt werden können. Der stetigen Verbesserung der Breitbandversorgung steht somit also nichts im Wege. Laut Deutscher Telekom wurden mittlerweile rund 1.800 Gebiete erschlossen. Bis Ende 2011 sollen etwa 5.000 weitere Standorte folgen. Vodafone gab darüber hinaus an, etwa sechs Millionen Haushalte einen LTE-Zugang zur Verfügung gestellt zu haben.


Während staatliche Regulierungsmaßnahmen von Verbrauchern als Schutz vor Preiswucher aufgefasst werden, sind sie Netzbetreibern oft ein Dorn im Auge. Bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen wurde davon abgesehen, eine Anbindung ländlicher Gebiete verpflichtend zu regeln. In ländlichen Gebieten entstanden deshalb sogenannte “weiße Flecken”: Ein Breitband-Zugang zum Internet war dort mangels DSL- oder UMTS-Verfügbarkeit nicht möglich.
Es besteht Hoffnung für alle ländlichen Gebiete in Deutschland, die im Moment noch über keinen schnellen Internetzugang verfügen. Anfang September 2011 hat der Anbieter Vodafone Deutschland in Niederbergkirchen in Bayern die ersten ländlichen Regionen mittels LTE-Technik an das schnelle Internet angeschlossen. Und der Start ist zur Zufriedenheit der Politik und der Bürger verlaufen.