Das Mobiltelefon ist eines der liebsten Spielzeuge der Deutschen. Rund 62 Millionen Menschen über 14 Jahren verwenden in der Bundesrepublik etwa 98 Millionen Handys. Zählt man auch die Handynutzer unter 14 Jahren hinzu, ergibt dies circa 1,3 genutzte Handys pro Bürger.
Interessant ist dabei vor allem die Beobachtung, dass etwa 29 Millionen Deutsche mindestens zwei Mobiltelefone nutzen. Drei oder gar mehr Handys sind zudem bei rund 7 Millionen Bundesbürgern im Einsatz. Diese Entwicklung ist vor allem die Folge der neuen Smartphones, denn diese Handys sind dank zusätzlicher Features wie beispielsweise einem mobilen Internetzugang immer beliebter. Besonders Geschäftsleute und Selbstständige nutzen die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen. Fast 60 Prozent der Berufstätigen greifen dabei auf ein Zweithandy zurück. So können sie Berufliches von Privatem trennen, aber dennoch auch von unterwegs ständig erreichbar sein. Häufig werden auch Angestellten von ihren Arbeitgebern Mobiltelefone zur Verfügung gestellt. So sind sie schnell erreichbar und können zudem auch aus der Ferne auf berufliche Daten zugreifen.
Eine Alternative bieten sogenannte Dual-SIM-Handys, die mit zwei SIM-Karten funktionieren. So können das Privathandy und das Mobiltelefon für den Beruf in einem Gerät vereint werden und man ist unter beiden Nummern erreichbar. Mit einem einfachen Tastendruck kann der Nutzer entscheiden, über welche SIM-Karte er im jeweiligen Moment telefonieren oder online gehen möchte.
Eine andere Möglichkeit bieten neue Dual-SIM-Adapter. Sie fungieren als eine SIM-Karte und bieten Platz für die Chips von zwei SIM-Karten. Diese müssen dafür aus den SIM-Karten herausgeschnitten werden und können dann in den Adapter gesteckt werden. Allerdings läuft die Nutzung der Adapter nicht immer ohne Probleme ab. In einigen Fällen kann es zu einer Inkompatibilität von Handy, SIM-Karte und Adapter kommen. Bevor man sich also an das Kleinschneiden der SIM-Karten macht, sollte die Kompatibilität sorgfältig geprüft werden. Informationen erhält man im Fachhandel oder auch im Internet.


Eine steigende Zahl der Verbraucher nutzt die modernen Technologien der Handys, um mobil im Internet zu surfen. Doch für einige Handybesitzer endet das Vergnügen mit einer unerwartet hohen Rechnung. Beträge in Höhe von Hunderten von Euro sind häufig die Folge von kostenpflichtigen Angeboten. Mit dem Problem dieser Kostenfallen waren Verbraucher lange Zeit auf sich allein gestellt.
Während staatliche Regulierungsmaßnahmen von Verbrauchern als Schutz vor Preiswucher aufgefasst werden, sind sie Netzbetreibern oft ein Dorn im Auge. Bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen wurde davon abgesehen, eine Anbindung ländlicher Gebiete verpflichtend zu regeln. In ländlichen Gebieten entstanden deshalb sogenannte “weiße Flecken”: Ein Breitband-Zugang zum Internet war dort mangels DSL- oder UMTS-Verfügbarkeit nicht möglich.