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Archiv für die Kategorie ‘Strom’

Stromanbieter – Wechseln und die Preiserhöhung stoppen

12. Dezember 2012
Stromanbieter Wechsel 2013

© Eisenhans – Fotolia.com

Mit dem neuen Jahr 2013 kommen einige Veränderungen auf Millionen deutsche Haushalte zu, die den Geldbeutel erheblich belasten. Die Rede ist vom steigenden Strompreis, wobei ein Großteil der Branche für das neue Jahr Preiserhöhungen angekündigt hat und den Strom in Deutschland mit zu einem der teuersten in Europa macht.

Viele Haushalte fühlen sich der Preisentwicklung in den letzten Jahren hilflos ausgeliefert, berücksichtigen allerdings nicht die Möglichkeit, zu einem anderen Stromanbieter zu wechseln und hiermit den Kostenfaktor spürbar abzusenken. Ein Wechsel ergibt gerade in der aktuellen Situation Sinn, wo sich durch die Anrechnung der EEG-Umlage und eine nicht einheitliche Preiserhöhung ein großes Spektrum in den Tarifen ergibt.

Nicht unnötig beim teuren Grundversorger bleiben

In Deutschland gibt es ca. 1.000 Stromanbieter, viele von ihnen sind aus den Stadtwerken der Städte und Gemeinden hervorgegangen. Manche dieser Unternehmen bieten ihre Tarife weiterhin regionale an, andere suchen bewusst Kunden in der gesamten Bundesrepublik und locken diese mit fairen Preisen an.

Oftmals leiden Millionen Haushalte noch unter der teuren Grundversorgung des regionalen Anbieters, der je nach Stadt und Bundesland erheblich teurer als die Konkurrenz ist. Diesem Versorger kann regulär nach den Vertragsbedingungen des Versorgungsvertrags gekündigt werden, im Falle einer Strompreiserhöhung tritt sogar ein Sonderkündigungsrecht mit einer Dauer von vier Wochen in Kraft.

Nach der Kündigung richtig wechseln

Wer sich für die Kündigung des Stromanbieters entscheidet, muss weiter keine großen Formalitäten fürchten. In vielen Fällen bietet der neue Stromanbieter ihren Kunden den Service, sich um alle weiteren Schritte zu kümmern, damit ein reibungsloser Wechsel in den neuen und preiswerteren Tarif möglich wird. Bevor voreilig ein neuer Stromtarif unterschrieben wird, sollten gezielt Informationen über die Verbraucherverbände eingeholt oder ein rechnerischer Vergleich der Tarife im Internet durchgeführt werden. Mit letzterem Schritt wird es möglich, viele kleinere Stromversorger kennenzulernen und hierbei gerade auf Tarife zu treffen, die echte Tarifreduktionen gewährleisten.

» Jetzt den Stromanbieter wechseln

Linke fordert Aussetzen der Strompreiserhöhung

06. Dezember 2012
Strompreiserhöhungen 2013

© Rhombur – Fotolia.com

Die angekündigten Strompreiserhöhungen zum 1. Januar 2013 dürften Millionen von Haushalte in Deutschland wie ein Schock wahrgenommen haben, gerade für Einzelpersonen und Familien mit geringem Einkommen werden die steigenden Preise zu einer erheblichen Belastung. In einem Brief an alle Fraktionschefs macht sich Die Linke und ihr Fraktionschef Gregor Gysi aktuell für ein Aussetzen der angekündigten Preiserhöhung zahlreicher Unternehmen stark.

Die Partei fürchtet, dass durch die wachsenden Stromkosten die sozialen und finanziellen Probleme unzähliger Haushalte noch dramatischer werden dürften, alleine das Eingreifen der Politik kann an dieser Situation etwas ändern. Eine Reaktion in dieser Hinsicht ist jedoch eher zu bezweifeln.

Strompreise wesentliches Thema im beginnenden Wahlkampf

Neben der Fraktion Die Linke hat sich bereits die SPD kritisch zur aktuellen Preispolitik der Stromkonzerne geäußert, die jedoch teilweise nur die geltenden, politischen Vorgaben umsetzen und z. B. Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz an die Verbraucher weitergeben. Während die Stromkonzerne auf naturgegebene Weise als Wirtschaftsunternehmen handeln, sehen verschiedene Politiker der Opposition die Politik in der verantwortlichen Rolle, Grundlagen für einen fairen und sozial verträglichen Strompreis zu schaffen. Bereits im vergangenen Jahr 2011 waren Hunderttausende von deutschen Haushalten nicht mehr in der Lage, zeitlich begrenzt oder dauerhaft über Stromrechnung zu begleichen, was zu einem Abschalten des Stroms führte.

Energiewirtschaft erwartet größeren Druck aus der Politik

Aktuell haben die Energieunternehmen noch keine schnelle Entscheidung durch die Politik zu fürchten, allerdings sind sich viele Branchenvertreter bewusst, dass in naher Zukunft mit Änderungen der politischen Vorgaben zu rechnen ist. Nicht zuletzt das anstehende Wahljahr 2013 und der bereits startende Wahlkampf sorgen mit dem Thema Energiepreise dafür, dass der Druck auf die Entscheidungsträger und somit auch auf die Energieunternehmen wächst.

Welche konkreten Maßnahmen hierbei zu erwarten sind, ist in der aktuellen Situation jedoch nicht vorhersehbar – möglicherweise wird auch erst die Bundestagswahl 2013 einen entsprechenden Weg in der Preisgestaltung vorgeben.

Wechselbereitschaft in Deutschland für Strom und Gas steigt

29. November 2012
Strom und Gas wechseln

© Sergej Toporkov – Fotolia.com

Strom- und Gaspreise stellen in sämtlichen Haushalten der Bundesrepublik eine erhebliche Belastung dar, immer mehr Personen ziehen hieraus ihre Konsequenzen und entscheiden sich für einen alternativen Energieversorger. Durch einen aktuellen Bericht des Bundeskartellamts mit Zahlen für das vergangene Jahr 2011 wird deutlich, dass fünf Millionen Haushalte von einem neuen Strom- oder Gasanbieter versorgt werden.

Der Schwerpunkt lag dabei auf den Wechsel des Stromkonzerns, der Gastarif wurde hingegen nur von gut einer Million Bundesbürgern gewechselt. Als Erklärung hierfür wird vorrangig gesehen, dass der Gasmarkt erst seit wenigen Jahren in Deutschland liberalisiert ist und viele Haushalte nicht wissen, dass ähnlich wie beim Stromanbieter gewechselt werden kann.

Auch für 2012 steigende Zahl an Wechselkunden erwartet

In den letzten Wochen und Monaten gab es für alle Privathaushalte weitere Hiobsbotschaften, was die Preisentwicklung bei Strom und Gas angeht. Nahezu flächendeckend werden die Preise der Energieanbieter erhöht, ergänzend hierzu wirkt sich die gesteigerte EEG-Umlage auf den Strompreis aus und sorgt für eine zusätzliche Belastung. Für einen durchschnittlichen Bundeshaushalt bedeuten diese Preisanstiege eine zusätzliche Belastung im Bereich zwischen 100 und 200 Euro, so dass sich ein Vergleich von Energieanbietern und der Wechsel mehr denn je lohnt. Durch die Liberalisierung des Marktes ist dabei ein steigendes Angebot an Energieversorgern mit abwechslungsreichen Tarifen zu erkennen.

Wechsel von Strom- oder Gasanbieter einfach gestalten

Sorgen um eine zwischenzeitlich ausbleibende Versorgung mit einem Energieträger muss sich kein Haushalt machen, im Zweifelsfall springt der lokale Versorger für Strom oder Gas ein. Ansonsten ist für den Wechsel des Anbieters lediglich auf die gültige Vertragsdauer zu achten, mit einer ordentlichen Kündigung lässt sich vielfach zum Ende eines Vertragsjahres aus den bestehenden Verpflichtungen eines Versorgungsvertrags aussteigen. Anders sieht dies aus, falls es explizit zu einer Ankündigung der Preiserhöhung kam, wie aktuell häufig gegeben ist. In diesem Fall lässt sich direkt vom deutlich kürzeren Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.