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DSL Anbieter und IPTV – Fernsehen der Zukunft?

06. April 2010
IPTV

© Photosani - Fotolia.com

Fernsehen über das Internet kann man mittels IPTV schauen. Dennoch gibt es verschiedene Definitionen für diesen Begriff. Gewöhnlich trennt man zuerst einmal die Bezeichnungen IPTV und Web-Fernsehen. Die Übertragung der Fernsehprogramme über ein geschlossenes Netz eines Anbieters wird als IPTV bezeichnet. Hier ist der Fernsehempfang in einer besseren Qualität möglich. Nur die Kunden des jeweiligen Providers gelangen bei dieser Art des Fernsehens in den Genuss der Inhalte.

Über eine Breitbandleitung, wie beispielsweise VDSL oder DSL, kommt das IPTV-Angebot in die heimischen vier Wände. Auch wenn sich IPTV nach Computer-Fernsehen anhört, kann man Filme, Nachrichten oder seine Lieblingsserie auch über das Fernsehgerät schauen, also ganz normal wie über Antenne, Satellit oder Kabel.

Die Netzbetreiber bieten meistens neben den IPTV-Offerten auch noch weitere Dienste an. Dazu gehört beispielsweise ein Elektronischer Programmführer (EPG), mit dem Sendungen zeitversetzt abgerufen werden können. Ebenso kann man auf Grundlage des IPTV auch Video-on-Demand-Services aktivieren. Im Gegensatz dazu kommt das Web-TV ganz normal über das Internet (also ohne weitere Dienste) auf den Computer beziehungsweise das TV-Gerät. Web-TV steht für alle Fernsehinhalte aus dem Internet, die hinsichtlich der Technik von allen empfangen werden können. Oftmals wird jedoch regional durch Sperrung von IP-Adressen das ein oder andere Fernsehprogramm manuell beschränkt.

In Deutschland gibt es verschiedene Telekommunikationsunternehmen, die IPTV anbieten. Durch ein geschlossenes Datennetz wird das Programm von diesen Dienstleistern verbreitet. Aufgrund neuer Videodatenkompressionen und der Breitbandleitungen können Videos und Fernsehen über das offene Internet gezeigt werden. Meistens werden diese Fernsehangebote mit klassischem Internetzugang und Telefonie kombiniert. Somit sind die DSL Provider für die TV-Kabel-Gesellschaften zu einer großen Konkurrenz geworden. Damit letztere neben Fernsehen auch noch Telefonie und Internet anbieten können, rüsten sie ihr Kabelnetz rückkanalfähig auf. Oftmals fällt es Besuchern gar nicht auf, dass ihr Gastgeber Fernsehen über das Internet nutzt, da er sein TV-Gerät per Set-Top-Box bedient.

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