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Ökostrom in Deutschland bekommt Aufwind – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im ersten Halbjahr 2011 wurde etwa 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien wie Windkraft und Sonnenenergie gewonnen. Mehr als 57 Milliarden Kilowattstunden des gesamten Strombedarfs stammen somit aus der Produktion mittels erneuerbarer Energien. Damit erreicht die Nutzung des Ökostroms einen neuen Rekord. Führend ist hierbei vor allem die Windkraft. Sie machte etwa 7,5 Prozent der Stromproduktion aus, gefolgt von Biomasse mit etwa 5,6 Prozent sowie Photovoltaik mit circa 3,5 Prozent und Wasserkraft mit circa 3,3 Prozent.
Und wenn es nach dem Großteil der Bevölkerung in Deutschland geht, kann sich dieser Aufwärtstrend auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Mehrheit der Deutschen begrüßt die Nutzung neuer Energien für die Stromproduktion. Etwa 94 Prozent der Bundesbürger schätzen die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien als wichtig ein. Klimaschutz sowie die Unabhängigkeit von ausländischen Energielieferanten gehören dabei zu den wichtigsten Argumenten für den grünen Strom. Dafür wären etwa 65 Prozent der Deutschen auch bereit, Ökostrom-Anlagen in ihrer näheren Umgebung zu akzeptieren. Eine Aussage, auf die man bei Kernkraftwerken wohl lange warten dürfte.
Diese Akzeptanz des Ökostroms zeigt sich auch in der Einschätzung der Preise. Fast 80 Prozent der Bürger beurteilen die Ökostrom-Umlage von 3,5 Cent pro Kilowattstunde als “angemessen” oder gar “zu niedrig”. Nur etwa 15 Prozent der Deutschen finden die Umlage sei “zu hoch”. Die Zustimmung der Bundesbürger dürfte vor allem die Regierung freuen, die bis zum Jahr 2020 bei der Stromproduktion einen Ökostromanteil von rund 35 Prozent erreichen möchte.
Doch nicht alle begrüßen das Vorhaben der Regierung. An vielen Orten protestieren die Bürger gegen den Ausbau von Netzen und die Errichtung von Pumpspeicherkraftwerken. Noch haben nicht alle erkannt, welchen Mehrwert die umweltfreundlichen Energien zu bieten haben – für heutige Generationen ebenso wie für zukünftige.

