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Mit der Festlegung der neuen Ökostromumlage für das Jahr 2013 auf einen Wert jenseits der 5-Cent-Grenze ist eine neue Diskussion darüber entbrannt, wie die Umlagekosten sozialverträglich für sämtliche Haushalte verteilt werden können. Da die Ökoumlage für die nahe Zukunft nicht als einziger Faktor erscheint, der einen negativen Einfluss auf den Strompreis in Deutschland nehmen dürfte, wird vor allem von Sozialverbänden ein schnelles Handeln der Politik eingefordert.
Erneut wird dabei von vielen Seiten über sogenannte Sozialtarife nachgedacht, so dass auch für einkommensschwache Haushalte in Deutschland Strom weiterhin bezahlbar bleibt. Konkrete Ansatzpunkte für die Umsetzung entsprechender Tarif sind aktuell noch nicht zu erkennen.
Wachsende Probleme für Hartz-IV-Empfänger und Einkommensschwache
Bereits in den Jahren 2011 und 2012 ergaben sich für Hunderttausende Haushalte in Deutschland Schwierigkeiten, die anfallenden Stromkosten zu decken, ausstehende Rechnungen in Millionenhöhe sind seitdem durch die Stromunternehmen zu beklagen. Besonders hart sind Empfänger von Sozialleistungen und einkommensschwache Haushalte betroffen. Für Hartz-IV-Empfänger wird zwar eine Pauschale im Rahmen der sogenannten Wohninstandhaltung gewährt, dieser liegt jedoch bereits jetzt zu niedrig und federt so kaum die steigenden Stromkosten des folgenden Jahres ab. Bundesumweltminister Altmaier sieht aktuell jedoch keinen Handlungsbedarf und spricht sich vorrangig für eine Sensibilisierung der Haushalte in Deutschland aus, wie effektiv Strom eingespart werden kann.
Uneinigkeit auch in der Koalition
Während Kanzlerin Merkel noch vor zwei Jahren zusicherte, dass die Stromumlage nicht den Grenzbetrag von 3,5 Cent überschreiten sollte, erbat sie nun Verständnis für die erneute Erhöhung, die weit über der politischen Zielsetzung liegt und auch in den Folgejahren noch weiter ansteigen könnte. Durch die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland bereits jetzt einen Strompreis von 900 Euro im Jahr. Mit der Umlagenerhöhung für das folgende Jahr gehen Experten von einem Preisanstieg um 75 bis 100 Euro aus, der viele weitere Haushalte zur Zahlungsunfähigkeit ihrer Stromrechnungen treiben wird.

