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Rund drei Viertel der Deutschen sind online – Senioren bleiben davon unbeeindruckt

27. Juli 2010

Senioren InternetIn einer Zeit, in der man sogar schon seine täglichen Einkäufe über das Internet erledigen kann, fragt man sich, wie es jemals ohne ging. Funktioniert der Computer einmal nicht, ist das soziale Leben direkt erheblich beeinträchtigt. Doch laut einer aktuellen Studie der Initiative D21 sind – entgegen früheren Prognosen – immer noch ca. 20 Millionen Deutsche offline und nutzen das Internet nicht. Den größten Teil davon machen Senioren aus.

Die Zahl derer, die kein Interesse an der Nutzung des Internets zeigen, ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent gesunken, man ging ursprünglich jedoch von einem deutlicheren Rückgang aus. Vor allem Bundesbürgern ab 50 fehle bisher noch die Begeisterung für das Medium. Damit schneidet Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern eher mäßig ab.

Den höchsten Anteil an Internetnutzern in Europa haben die skandinavischen Länder, allen voran Island. Hier sind fast 95 Prozent der Einwohner online. Es folgen die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Beide Länder bringen es auf gut 80 Prozent. Den innerdeutschen Vergleich führt Bremen an. Auch hier nutzen bereits rund 80 Prozent der Einwohner das Internet. Den Grund für das schlechte Abschneiden Deutschlands im europäischen Vergleich findet man in der Analyse der Nutzergruppen. Fast alle Schüler und Studenten nutzen das Internet, von den über 50-Jährigen ist es aber noch nicht einmal die Hälfte.

Bei der Initiative D21 handelt es sich um ein Netzwerk verschiedener Wirtschaftsunternehmen und staatlicher Behörden. Gegründet wurde sie 1999 und fand zu dem Zeitpunkt ebenfalls die Unterstützung des damals amtierenden Bundeskanzlers. Die Initiative beschäftigt sich mit unterschiedlichen Thematiken und gewinnt aus den Informationen der mehr als 200 beteiligten Unternehmen die erforderlichen Daten für ihre umfassenden Studien.

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