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Steigende Gaspreise sind bereits seit einiger Zeit nicht nur für Verbraucher ein Ärgernis. Durch den beschlossenen Atomausstieg Deutschlands geraten die Preise für Gas nun erneut ins Blickfeld: Hiesige Anbieter und Energiekonzerne befürchten, dass die Höhe der Preise einen schnellen Wechsel der Energiequellen bremsen könnte. Einige der Anbieter selbst schreiben derzeit rote Zahlen und sind natürlich bestrebt, dies in absehbarer Zeit zu ändern.
Das Problem: Die mit dem Gaslieferanten verhandelten Verträge sehen eine extrem lange Laufzeit vor, während der keine Preisänderungen geplant sind. Kürzliche Verhandlungen zwischen Anbietern und dem Gaslieferanten sind allerdings gescheitert, da es den Parteien nicht gelang, sich auf neue Preise für die Lieferungen nach Deutschland zu einigen. Es war nicht das erste Mal, dass beide Partien aus demselben Grund miteinander in Verhandlung getreten sind – bereits seit Längerem finden immer wieder Gespräche statt, die eine mögliche Senkung zum Thema haben. Getan hat sich bisher allerdings nicht viel. Davon abgesehen, dass ein weltweit größeres Angebot von flüssigem Erdgas den derzeitigen Gaspreis langsam, aber sicher unter Druck setzt.
Noch hat das keine positiven Auswirkungen für Gasanbieter oder Verbraucher. Im Gegenteil: erst kürzlich erklärte ein bekannter deutscher Energiekonzern, er könne und wolle bei den derzeitigen Gaspreisen und unter den gegebenen Umständen nicht auf einen Neubau von Gaskraftwerken setzen, wie man ursprünglich in Erwägung gezogen hatte. Zwar könnte mit diesen schnell und günstig Elektrizität erzeugt werden, die hohen Betriebskosten stünden aber in keinem Verhältnis dazu, so ein Sprecher.
Einen Lichtblick am Horizont gibt es zumindest: Ein Sprecher des russischen Gaslieferanten erklärte, man sei durchaus bestrebt, größere Gasmengen nach Westeuropa zu liefern. Besonders Deutschland habe das Interesse der Lieferanten geweckt – durch den baldigen Atomausstieg sei es zu einem viel versprechenden Kunden geworden. Sogar über eine Beteiligung an der Errichtung von Gaskraftwerken würde derzeit nachgedacht.



