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Mit ‘Energieversorgung’ getaggte Artikel

Autarke Energieversorgung in Japan

11. November 2011

EnergieversorgungFertighäuser oder sogenannte Systemhäuser sind mittlerweile weit verbreitet. Nun sind Japaner noch einen Schritt weiter gegangen: Der Konzern Panasonic bietet eine ökologische Stadt, die schlüsselfertig bestellt werden kann und sich selbst mit Energie versorgt. Das erste Musterstädtchen entsteht in Fujisawa, das südlich von Tokio gelegen ist. Dort wird auf einem großen Fabrikgelände eine klimafreundliche und nachhaltige Stadt erbaut.

Der Konzern plant, dass im Jahr 2013 rund 3.000 Menschen in die Stadt ziehen und dort das Wohnen austesten. Vom Aussehen ähnelt die Öko-Stadt einer typischen Vorstadt: Entlang der Wege reihen sich die Fertighäuser des konzerneigenen Anbieters PanaHome. Auf deren Dächern erzeugen Solaranlagen Strom, der je nachdem verbraucht, in das Netz gespeist oder aber gespeichert wird. Dazu werden Akkus mit Lithium-Ionen genutzt. Außerdem gewinnen Brennstoffzellen nachts und bei bewölktem Himmel aus Sauer- und Wasserstoff Elektrizität und darüber hinaus aus der Prozessenergie Warmwasser.

Im Herzen der Stadt befinden sich riesige Rechner, die den Verkehr, die elektronischen Netze und die Geräte steuern, so zum Beispiel die Computer der Häuser. Diese können wiederum mithilfe eines Internetfernsehers als eine Art Schaltzentrale die Haushaltsgeräte lenken. Indem Klimaanlagen und Kühlschränke ihre Leistung an die Umgebung anpassen, lässt sich Strom sparen. Sie messen zum Beispiel das Licht der Umgebung, die Temperaturen innen und außen des Kühlschranks und orientieren sich am Lebensrhythmus ihrer Besitzer.

Die elektronische Stadt ist Teil einer Revolution des Panasonic-Konzerns, das im Jahr 2018 zum 100. Geburtstag im Sektor Energiemanagementsystemen weltweit führen möchte. Auf die Öko-Städte wartet ein riesiger Markt: Ein weiteres prominentes Smart-City-Projekt ist zum Beispiel die Stadt Masdar in Abu Dhabi. Dort erbaut seit 2006 die Firma des Stararchitekten Norman Foster eine kohlendioxidneutrale und müll- und autofreie Stadt. Sie soll etwa 50.000 Einwohnern und rund 1.500 Firmen Platz bieten. Foster plant sogar, den Wind einzufangen und zur Temperaturregulierung durch die Stadt zu leiten.

Solarbranche 2020 – Tragende Säule der Energieversorgung?

19. November 2010

Solarbranche 2020In einem aktuell vorgestellten Aktionsplan geht die Solarbranche davon aus, dass das Ziel von 100 % erneuerbaren Energien ohne den Solarstrom nicht zu erreichen ist. Um dieses Ziel zu unterstützen und zu erreichen, sieht der Aktionsplan eine Reihe von Maßnahmen der Solarbranche vor, die mittelfristig bis ca. 2017 dazu führen sollen, dass neu installierte Solaranlagen ohne Förderung auskommen.

Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine Halbierung der Systempreise. Bereits heute sinken die Herstellungskosten von in Deutschland hergestellten Solaranlagen, während die Konkurrenz aus Asien und insbesondere China leichte Preissteigerungen zu verzeichnen hat. Neben den Einsparungen bei der Herstellung soll parallel dazu auch die Gesamtproduktion ausgebaut werden, sodass dann jährlich zwischen ca. 7 und 10 Gigawatt an installierter Leistung hinzugefügt werden können. Für 2020 wird eine insgesamt installierte Leistung zwischen rund 52 und 70 Gigawatt angestrebt. Anfang 2010 lag diese bei nur ungefähr 10 Gigawatt, soll sich bis Jahresende aber idealerweise verdoppelt haben.

Für die Produktion der Module sollen dazu in Deutschland Kapazitäten erweitert und aufgebaut werden, sodass Module mit einer Leistung von insgesamt rund 8,5 Gigawatt pro Jahr produziert werden können. Die Kombination der Maßnahmen, zu denen auch eine Investition von etwa 5 % des Branchenumsatzes in Forschung und Entwicklung zählt, soll dazu führen, dass die EEG-Umlage auf einen vergleichsweise niedrigen Betrag begrenzt werden kann. Über die EEG-Umlage finanzieren die Verbraucher den Ausbau der erneuerbaren Energien, zu denen auch der Solarstrom zählt.

Nach Aussage des Branchenverbandes ist sich die Solarbranche der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst, und die nächsten Jahre sind entscheidend für einen Erfolg der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Deshalb werden jetzt die Weichen gestellt, um durch Innovationen und Einsparungen die Verbraucher zu entlasten und Solarstrom bis 2020 wettbewerbsfähig zu machen und die EEG-Umlage langfristig senken zu können.

Die Energieversorgung der Zukunft

02. September 2010

Energieversorgung ZukunftVon der Wirtschaftsforschung sind jetzt neue Berechnungen veröffentlicht worden, die aufzeigen, wie die Energieversorgung zukünftig in Deutschland aussehen soll. In einem Plan mit fünf wichtigen Unterpunkten wird so festgehalten, was für einen Stellenwert die einzelnen Energielieferanten in den nächsten 30 Jahren haben werden und was aus der Kernkraft wird.

Das endgültige Ziel aller Energiestrategien scheint dabei unstrittig: Die Energie soll deutschlandweit sauberer und zu einhundert Prozent erneuerbar werden. Als erster wichtiger Punkt sollen die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert werden, allerdings nur im Süden der Nation. Dies ist unerlässlich, da andernfalls in den südlichen Regionen eine schlagartige große Lücke in der Stromversorgung entstehen würde, die nur durch neue Kohlekraftwerke geschlossen werden könnte, was nicht im Sinne der sauberen Energie ist.

Im Norden dagegen können Windparks diese Lücke auch jetzt schon schließen. Wichtig ist, trotz der Verlängerung der Laufzeiten ein eindeutiges Datum für die Außerkraftsetzung festzulegen, um Planungen durchsichtiger zu machen. Hand in Hand mit dieser Überlegung geht das absolute Bauende von Kohlekraftwerken, welche die Umwelt bewiesenermaßen sehr belasten.

Kernkraft- und Kohlewirtschaft müssen sich aber gleichzeitig zu Investitionen in erneuerbare Energien verpflichten und zusammenarbeiten. Damit diese erneuerbaren Energien von den Energieparks im Norden schließlich in den Süden der Nation gelangen können, bedarf es zusätzlich vieler neuer Höchstspannungstrassen. Um diese entstehen zu lassen, soll die Politik denjenigen Boni verschaffen, die beim Ausbau der Netze helfen. Somit soll bald ein deutschlandweites Stromnetz entstehen, das Strom liefert und gleichzeitig den Verbrauch steuert.

Damit aber in Zukunft auf erneuerbare Energien wirklich Verlass ist, müssen diese um einiges stabiler werden. Schwankungen in der Stromerzeugung bei Solar-, Wind- und Biogasstrom müssen gegenseitig ausbalanciert werden, so dass die Stromversorgung zukünftig reibungslos abläuft. Die letzte Änderung muss in den Haushalten selbst passieren: Durch Wärmedämmung, Holzheizungen und Solaranlagen lassen sich in deutschen Häusern die größten Einsparungen erzielen. So ist der Weg geebnet für eine saubere Energieversorgung in Deutschland.