Es ist noch nicht lange her, da bekräftigte die Bundesregierung ihre Absichten, auch mittel- und langfristig mit Atomstrom zu rechnen. Die Meiler sollten uns mindestens noch bis Mitte dieses Jahrhunderts begleiten. Regenerative Energien galten als ineffizient und konventionelle Energieerzeugung durch Kernreaktoren und Kohlekraftwerke daher als alternativlos. Dann kam Fukushima.
Schwarz-Gelb ist das neue Grün
Alle Welt schaute gebannt ins Land der aufgehenden Sonne. Anfänglich hätte noch niemand gedacht, dass die japanische Katastrophe zu einem deutschen Umdenken führen könnte. Doch die unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Krisenjahre erlahmte Anti-Atombewegung bekam neuen Schwung. Die schwarz-gelbe Koalition beugte sich dem öffentlichen Druck und rief den gerade erst zurückgepfiffenen Atomausstieg von Rot-Grün wieder ins Leben. Sie schrieb sich sogar eine noch schnellere Energiewende auf die Fahnen. 2011 war eben auch ein wichtiges Wahljahr.
Neuen Strom braucht das Land
Die Energiegewinnung aus Wasser, Wind und Sonne wurde in der Folge weiter vorangetrieben. Die deutsche Stromwirtschaft zog dieser Tage Bilanz und hob den grünen Daumen. Der Anteil regenerativer Energie sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen und hätte sich zwischen Braun- und Steinkohle auf Platz zwei geschoben. Damit dieser Trend jedoch nicht ins Stocken gerät, seien weitere Investitionen in Forschung, Standorterschließung und Netzausbau notwendig.
Die Flaschenhälse der Stromversorgung
Nach wie vor sind die drei Grundprobleme regenerativer Energien ungelöst: 1. Die natürlichen Energiequellen Wind und Sonne sind relativ unzuverlässig. 2. Die Speicherung von Energieüberschüssen ist noch immer unzureichend. 3. Das innerdeutsche Stromnetz ist für die unregelmäßige, dezentrale Einspeisung nicht ausgelegt. Hier sind Nachbesserungen unausweichlich.
Lichtblick Solarstrom
Während manche Sorgen wie der komplizierte Rückbau von Atommeilern, das Nord-Süd-Gefälle der Windenergiegewinnung und die Entwicklung von Erdwärme- und Gezeitenkraftwerken noch auf Jahre Thema bleiben werden, ist der Solarstrom schon heute der Klassenprimus alternativer Technologien. Photovoltaikanlagen finden sich mehr denn je auf deutschen Dächern – getreu dem Motto: Einer für alle und alle für einen. Die Tendenz ist steigend.


Die Energiewende in Deutschland ist nahe – so zumindest sind die Pläne der Regierung. Im Klartext bedeutet das nicht nur den Atomausstieg, der in absehbarer Zukunft erfolgen soll, sondern auch ein damit verbundener Umstieg auf Solar- und Windenergie. Was in der Theorie zunächst sehr vielversprechend klingt, soll jetzt auch in die Praxis umgesetzt werden. Die modernen Geräte sollen dem Verbraucher helfen, Strom und Kohlendioxid zu sparen. Dies ist möglich durch eine regelmäßige Kontrolle des aktuellen Stromverbrauchs, der von den sogenannten intelligenten Zählern angezeigt wird. Außerdem können beispielsweise tageszeitabhängige Tarifschwankungen erkannt und genutzt werden, so zum Beispiel durch die entsprechende Nutzung von Haushaltsgeräten.
Laut Branchenexperten könnten die Kosten für Ökostrom im Jahr 2012 leicht ansteigen. Die Bundesregierung war hingegen bisher von sinkenden Kosten ausgegangen.