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Die angekündigten Strompreiserhöhungen zum 1. Januar 2013 dürften Millionen von Haushalte in Deutschland wie ein Schock wahrgenommen haben, gerade für Einzelpersonen und Familien mit geringem Einkommen werden die steigenden Preise zu einer erheblichen Belastung. In einem Brief an alle Fraktionschefs macht sich Die Linke und ihr Fraktionschef Gregor Gysi aktuell für ein Aussetzen der angekündigten Preiserhöhung zahlreicher Unternehmen stark.
Die Partei fürchtet, dass durch die wachsenden Stromkosten die sozialen und finanziellen Probleme unzähliger Haushalte noch dramatischer werden dürften, alleine das Eingreifen der Politik kann an dieser Situation etwas ändern. Eine Reaktion in dieser Hinsicht ist jedoch eher zu bezweifeln.
Strompreise wesentliches Thema im beginnenden Wahlkampf
Neben der Fraktion Die Linke hat sich bereits die SPD kritisch zur aktuellen Preispolitik der Stromkonzerne geäußert, die jedoch teilweise nur die geltenden, politischen Vorgaben umsetzen und z. B. Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz an die Verbraucher weitergeben. Während die Stromkonzerne auf naturgegebene Weise als Wirtschaftsunternehmen handeln, sehen verschiedene Politiker der Opposition die Politik in der verantwortlichen Rolle, Grundlagen für einen fairen und sozial verträglichen Strompreis zu schaffen. Bereits im vergangenen Jahr 2011 waren Hunderttausende von deutschen Haushalten nicht mehr in der Lage, zeitlich begrenzt oder dauerhaft über Stromrechnung zu begleichen, was zu einem Abschalten des Stroms führte.
Energiewirtschaft erwartet größeren Druck aus der Politik
Aktuell haben die Energieunternehmen noch keine schnelle Entscheidung durch die Politik zu fürchten, allerdings sind sich viele Branchenvertreter bewusst, dass in naher Zukunft mit Änderungen der politischen Vorgaben zu rechnen ist. Nicht zuletzt das anstehende Wahljahr 2013 und der bereits startende Wahlkampf sorgen mit dem Thema Energiepreise dafür, dass der Druck auf die Entscheidungsträger und somit auch auf die Energieunternehmen wächst.
Welche konkreten Maßnahmen hierbei zu erwarten sind, ist in der aktuellen Situation jedoch nicht vorhersehbar – möglicherweise wird auch erst die Bundestagswahl 2013 einen entsprechenden Weg in der Preisgestaltung vorgeben.



