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Mit ‘Mobiles Internet’ getaggte Artikel

Breitband-Internet und Daten-Roaming rufen Regulierer auf den Plan

23. September 2011

Daten-RoamingWährend staatliche Regulierungsmaßnahmen von Verbrauchern als Schutz vor Preiswucher aufgefasst werden, sind sie Netzbetreibern oft ein Dorn im Auge. Bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen wurde davon abgesehen, eine Anbindung ländlicher Gebiete verpflichtend zu regeln. In ländlichen Gebieten entstanden deshalb sogenannte “weiße Flecken”: Ein Breitband-Zugang zum Internet war dort mangels DSL- oder UMTS-Verfügbarkeit nicht möglich.

Dieser Zustand soll mit dem neuen LTE-Netz der Vergangenheit angehören: Hier hat der Gesetzgeber festgelegt, dass zunächst diese Gebiete versorgt werden müssen, bevor die Abdeckung von Ballungsgebieten erfolgen darf. Somit wurde das Interesse einer Minderheit in der Bevölkerung von der Regulierungsbehörde höher bewertet als das Gewinninteresse der Netzbetreiber.

Viele Verbraucher sehen die Regulierungsbehörde in der Pflicht, wenn es um die Schaffung einer rechtsverbindlichen Definition für Flatrates geht. In die Kritik geraten sind Provider-Angebote, die den mobilen Zugang zum Internet ermöglichen und als Flatrate beworben werden, obwohl sie nicht die erwarteten Anforderungen erfüllen. Anstatt zeitlich und volumentechnisch unbegrenztem Zugang wird die Geschwindigkeit der Mobil-Flats automatisch gedrosselt, sobald ein bestimmter Datenumsatz erreicht wurde. Eine Regulierung durch Preisobergrenzen auf dem Telekommunikationsmarkt wäre nur möglich, wenn ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung innehätte. Eine andere Art der Regulierung erfolgt jedoch über die gesetzlichen Vorschriften: Da es sich bei Mobilfunkverträgen mit monatlicher Abrechnung um Kreditverträge handelt, greifen hier die Wucher-Vorschriften bei einem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung.

Wird das mobile Internet auch im Ausland genutzt, so fallen oft hohe Roaming-Gebühren an – hier hat die EU regulierend eingegriffen: 2007 wurde der Euro-Tarif für Mobilfunkgespräche im Ausland eingeführt, 2009 folgte eine Deckelung der SMS-Preise. Auch die Großhandelspreise für Daten-Roaming wurden reguliert, was jedoch nicht die Gebühren für den Endnutzer berührt. Allerdings können sich im EU-Ausland reisende Verbraucher seit März 2010 eine Preisgrenze setzen, bei deren Erreichen der Provider die Verbindung unterbrechen muss – voreingestellt ist ein Betrag von 59,50 Euro. Ab 2012 will die EU dann auch die Kosten für Datenübertragungen im Ausland senken.

Mobiles Internet ist auf dem Vormarsch

21. Februar 2011

Mobiles Internet VormarschSurfen im Internet, Chatten und das Schreiben von E-Mails finden nicht mehr nur am heimischen PC statt: Handys mit Internetzugang, Laptops und Netbooks verzeichnen einen steigenden Absatz. Für das laufende Jahr wird mit einer Steigerung um gute 12 Prozent gerechnet – das bedeutet einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Besonders Smartphones werden in großen Mengen abgesetzt. So handelt es sich bei jedem dritten verkauften Mobiltelefon um ein solches.

Handy-Verkäufe im Allgemeinen werden in diesem Jahr voraussichtlich um mehr als vier Prozent ansteigen. Mit dem wachsenden Zuspruch durch die Kunden wird das Mobilfunknetz zunehmend mit großen Datenmengen belastet. Experten zufolge hat sich das Datenvolumen im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Keine große Überraschung, wenn es den Anwendern möglich ist, von ihrem Handy oder dem tragbaren Computer aus jederzeit auf das Internet zuzugreifen. Dabei wird häufig nicht mehr nur kurz die elektronische Post abgerufen: Mobiles Internet beinhaltet für viele auch das Downloaden einen größeren Datenvolumens, das Lesen von E-Books oder das Spielen von Online-Games.

Jetzt sind die Mobilfunkbetreiber gefragt: Mit Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe soll das Netz soweit ausgebaut werden, dass es den stetig wachsenden Datenmengen standhalten kann. Neue Übertragungstechniken sollen einen fließenden Datenaustausch und schnelle Downloads garantieren. Die Umstellung läuft bereits auf Hochtouren: Bereits im vergangenen Jahr wurden knapp 1.500 Standorte umgerüstet. Noch einmal dieselbe Anzahl soll bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres folgen. Die von der Politik geplanten Senkungen der Preise bestimmter Dienstleistungen stellen sich im Hinblick auf diese Investitionen nach der Aussage von Experten als kontraproduktiv dar. Dazu gehören unter anderem die Roaming-Tarife, die deutlich gesenkt werden sollen. Insgesamt wird ein Minus von knappen 3,5% für 2011 erwartet. Dies entspricht einer Summe von mehr als 15 Milliarden Euro – ein Betrag, den die Mobilfunkbetreiber für den Aus- und Umbau ihrer Netze laut Experten dringend benötigten.

Gesunkene Preise für Telekommunikationsdienstleistungen

03. Februar 2011

TelekommunikationsdienstleistungenDaten des Statistischen Bundesamtes zufolge sind die Preise für Telekommunikationsdienste im Jahr 2010 erneut gesunken. Laut der Behörde waren die Kosten im Durchschnitt rund zwei Prozent niedriger als im Vorjahr, wobei sowohl Kosten für Festnetzanschlüsse und Mobilfunk als auch für das Internet berücksichtigt wurden.

Bei der Festnetz- sowie Internettelefonie hat der steigende Wettbewerb bei Komplettangeboten wie DSL-Anschlüssen und Flatrates eine Preissenkung um knapp zwei Prozent ermöglicht. Leicht angestiegen sind hingegen die Preise für Festnetzanschlüsse, die nicht über eine Flatrate geführt wurden. Auch das Telefonieren mit dem Handy ist billiger geworden. Hier lagen die Preissenkungen im Vergleich zum Vorjahr mit etwa 2,8 Prozent sogar deutlich über dem Durchschnitt.

Günstiger geworden sind hierbei nicht nur die Preise für Gespräche, sondern auch die Preise für den Datentransfer per Mobiltelefon. So nutzten 2010 immer mehr Menschen in Deutschland insbesondere den mobilen Zugang zum Internet. In diesem Bereich werden viele günstigere Tarife angeboten, aber auch durch Netbooks, Tablets oder Smartphones steigt die mobile Nutzung der Online-Dienste. Des Weiteren geht aus dem Bericht des Statistischen Bundesamts hervor, dass die Preise im Telekommunikationsbereich, die im Verbraucherpreisindex festgehalten werden, seit 2005 um rund zehn Prozent gesunken sind. Hierbei sanken die Preise in den Bereichen Festnetz und Internet um gut acht Prozent, während die Mobilfunkpreise in diesen fünf Jahren sogar etwas mehr als 17 Prozent abgenommen haben.

Auch in diesem Jahr könnte es laut Statistischem Bundesamt erneut zu einer Preisreduzierung kommen, zum Beispiel durch einheitliche Tarife der Discounter-Angebote im Mobilfunkbereich. Ebenfalls zur Kostensenkung für den Verbraucher beitragen könnte der mobile Internetzugang. Durch die hohen Nutzerzahlen ist zu erwarten, dass auch hier die Preise nochmals fallen. Jedoch kann dies auch zu einer Minderung der Leistung führen, indem beispielsweise bei Flatrate-Datentarifen eine niedrigere Übertragungsbandbreite zur Verfügung steht. Vorteilhaft wirkt sich dies aber wiederum für diejenigen aus, die mit geringeren Datenmengen auskommen: Hier gibt es günstige Konditionen für die Pauschaltarife.