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Mit ‘Mobiles Internet’ getaggte Artikel

Mobile Datendienste weltweit immer beliebter

23. Mai 2012
Smartphone Mobiles Internet

© rangizzz - Fotolia.com

Mobile Dienste wie die Nutzung des Internets über Smartphones gehören zu den Leistungen des modernen Telekommunikationsmarktes, die am rasantesten ansteigen. Dies stellt das internationale Markt-forschungsinstitut EITO in einer aktuellen Prognose fest und geht dabei davon aus, dass im aktuellen Jahr 2012 mehr als 200 Milliarden Euro durch mobile Dienste umgesetzt werden. Auch wenn es sich bei derartigen Diensten eher um eine junge Errungenschaft in der globalen Telekommunikation handelt, erzielen die Netzbetreiber weltweit mehr als ein Drittel ihres Umsatzes über mobiles Internet und ähnlich gelagerte Dienste.

Moderne Technologien als wichtiger Faktor

Noch vor einigen Jahren machte der Umsatz mobiler Services bei Unternehmen im Bereich Telekommunikation lediglich ein Fünftel aus, zu diesem Zeitpunkt sorgten zum wesentlichen Teil SMS für Einnahmen in diesem Segment. Die Nutzung von Sprachdiensten wächst weltweit hingegen sehr langsam an, in den Industrieländern ist sogar eine geringere Nutzung der klassischen Sprachkommunikation über mobile Endgeräte festzustellen. Zu den aktuellen Entwicklungen hat nach Aussagen von EITO vor allem die USA mit ihrer Telekommunikationspolitik sowie innovativen Erfindungen beigetragen, allen voran Apple mit der Etablierung des iPhones. Dieses sei bewusst darauf ausgerichtet gewesen, neben der klassischen Telefonie Internetdienste für jedermann nutzbar zu machen und von unterwegs eine mediale Rundumversorgung zu erreichen.

Mobile Internetnutzung noch deutlich höher

In den aktuell vorgestellten Prognosen der EITO sind ausschließlich mobile Dienste und Aufrufe des Internets erfasst, die direkt über die Mobilfunkanbieter abgewickelt werden. Mobil auf das World Wide Web zuzugreifen, wird demnach in einem noch deutlich größeren Maße stattfinden, da z. B. die Nutzung von Hot Spots für WLAN-Netzwerke gar nicht in die Analyse mit eingegangen ist. Für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist auf beiden Wegen ein erheblicher Anstieg der mobilen Internetnutzung zu erwarten, die bei verschiedenen Benutzergruppen den Einsatz des klassischen Computers oder Notebooks auf ein Minimum reduzieren dürfte.

Breitband-Internet und Daten-Roaming rufen Regulierer auf den Plan

23. September 2011
Daten-Roaming

© Miqul - Fotolia.com

Während staatliche Regulierungsmaßnahmen von Verbrauchern als Schutz vor Preiswucher aufgefasst werden, sind sie Netzbetreibern oft ein Dorn im Auge. Bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen wurde davon abgesehen, eine Anbindung ländlicher Gebiete verpflichtend zu regeln. In ländlichen Gebieten entstanden deshalb sogenannte “weiße Flecken”: Ein Breitband-Zugang zum Internet war dort mangels DSL- oder UMTS-Verfügbarkeit nicht möglich.

Dieser Zustand soll mit dem neuen LTE-Netz der Vergangenheit angehören: Hier hat der Gesetzgeber festgelegt, dass zunächst diese Gebiete versorgt werden müssen, bevor die Abdeckung von Ballungsgebieten erfolgen darf. Somit wurde das Interesse einer Minderheit in der Bevölkerung von der Regulierungsbehörde höher bewertet als das Gewinninteresse der Netzbetreiber.

Viele Verbraucher sehen die Regulierungsbehörde in der Pflicht, wenn es um die Schaffung einer rechtsverbindlichen Definition für Flatrates geht. In die Kritik geraten sind Provider-Angebote, die den mobilen Zugang zum Internet ermöglichen und als Flatrate beworben werden, obwohl sie nicht die erwarteten Anforderungen erfüllen. Anstatt zeitlich und volumentechnisch unbegrenztem Zugang wird die Geschwindigkeit der Mobil-Flats automatisch gedrosselt, sobald ein bestimmter Datenumsatz erreicht wurde. Eine Regulierung durch Preisobergrenzen auf dem Telekommunikationsmarkt wäre nur möglich, wenn ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung innehätte. Eine andere Art der Regulierung erfolgt jedoch über die gesetzlichen Vorschriften: Da es sich bei Mobilfunkverträgen mit monatlicher Abrechnung um Kreditverträge handelt, greifen hier die Wucher-Vorschriften bei einem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung.

Wird das mobile Internet auch im Ausland genutzt, so fallen oft hohe Roaming-Gebühren an – hier hat die EU regulierend eingegriffen: 2007 wurde der Euro-Tarif für Mobilfunkgespräche im Ausland eingeführt, 2009 folgte eine Deckelung der SMS-Preise. Auch die Großhandelspreise für Daten-Roaming wurden reguliert, was jedoch nicht die Gebühren für den Endnutzer berührt. Allerdings können sich im EU-Ausland reisende Verbraucher seit März 2010 eine Preisgrenze setzen, bei deren Erreichen der Provider die Verbindung unterbrechen muss – voreingestellt ist ein Betrag von 59,50 Euro. Ab 2012 will die EU dann auch die Kosten für Datenübertragungen im Ausland senken.

Mobiles Internet ist auf dem Vormarsch

21. Februar 2011
Mobiles Internet Vormarsch

© Cybrain - Fotolia.com

Surfen im Internet, Chatten und das Schreiben von E-Mails finden nicht mehr nur am heimischen PC statt: Handys mit Internetzugang, Laptops und Netbooks verzeichnen einen steigenden Absatz. Für das laufende Jahr wird mit einer Steigerung um gute 12 Prozent gerechnet – das bedeutet einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Besonders Smartphones werden in großen Mengen abgesetzt. So handelt es sich bei jedem dritten verkauften Mobiltelefon um ein solches.

Handy-Verkäufe im Allgemeinen werden in diesem Jahr voraussichtlich um mehr als vier Prozent ansteigen. Mit dem wachsenden Zuspruch durch die Kunden wird das Mobilfunknetz zunehmend mit großen Datenmengen belastet. Experten zufolge hat sich das Datenvolumen im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Keine große Überraschung, wenn es den Anwendern möglich ist, von ihrem Handy oder dem tragbaren Computer aus jederzeit auf das Internet zuzugreifen. Dabei wird häufig nicht mehr nur kurz die elektronische Post abgerufen: Mobiles Internet beinhaltet für viele auch das Downloaden einen größeren Datenvolumens, das Lesen von E-Books oder das Spielen von Online-Games.

Jetzt sind die Mobilfunkbetreiber gefragt: Mit Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe soll das Netz soweit ausgebaut werden, dass es den stetig wachsenden Datenmengen standhalten kann. Neue Übertragungstechniken sollen einen fließenden Datenaustausch und schnelle Downloads garantieren. Die Umstellung läuft bereits auf Hochtouren: Bereits im vergangenen Jahr wurden knapp 1.500 Standorte umgerüstet. Noch einmal dieselbe Anzahl soll bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres folgen. Die von der Politik geplanten Senkungen der Preise bestimmter Dienstleistungen stellen sich im Hinblick auf diese Investitionen nach der Aussage von Experten als kontraproduktiv dar. Dazu gehören unter anderem die Roaming-Tarife, die deutlich gesenkt werden sollen. Insgesamt wird ein Minus von knappen 3,5% für 2011 erwartet. Dies entspricht einer Summe von mehr als 15 Milliarden Euro – ein Betrag, den die Mobilfunkbetreiber für den Aus- und Umbau ihrer Netze laut Experten dringend benötigten.