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Mit ‘Mobiles Internet’ getaggte Artikel

Das Download-Volumen wächst 2010 um rund 43 Prozent

14. Dezember 2010
Downloadzahlen

© alphaspirit - Fotolia.com

Die Deutschen laden sich immer mehr Dateien aus dem Internet herunter, das belegen zumindest die neuesten Zahlen des zuständigen Dachverbandes. Von Januar bis Dezember 2010 wurden bereits etwa 62 Millionen Dateien heruntergeladen, und im jetzt laufenden 4. Quartal 2010 wird, aufgrund des Weihnachtsgeschäftes, noch einmal mit einer deutlichen Steigerung gerechnet. Somit könnte sich die Zahl der Downloads noch bis auf über 90 Millionen Dateien steigern, was einem Anstieg um 43 % gegenüber 2009 entsprechen würde. Und wenn sich auch der Trend beim Umsatz, der für die ersten neun Monate des Jahres 2010 bei durchschnittlich 4,41 Euro pro Datei lag, in gleicher Weise weiter entwickelt, dann steht am Jahresende sogar ein Plus von 49 % beim Umsatz, das heißt, der Umsatz ist sogar noch stärker gestiegen als die absoluten Downloadzahlen und könnte eine Summe von 390 Millionen Euro erreichen.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass es auch in den nächsten Jahren eine deutliche Steigerung sowohl bei den Downloadzahlen wie auch beim Umsatz geben wird und sich der Markt in 2011 um mindestens ein Drittel vergrößert. Verantwortlich sind hierfür, neben den Downloads auf PCs und Laptops, vor allem auch die neuen Nutzungsmöglichkeiten bei Smartphones und Handys mit UMTS-Empfang. Durch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards LTE als Nachfolger von UMTS werden mobile Downloads noch attraktiver, und es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Downloads von Dateien sich besonders im mobilen Bereich signifikant steigern wird. Auch E-Book-Reader und Tablet-PCs werden diesen Trend entsprechend unterstützen. Dabei sind quer über alle Downloads sowohl Spiele, Videos, Musik, Software und Hörbücher vertreten, und die großen Bildschirme der neuen Geräte eignen sich ideal auch für Filme, Spiele und Bücher.

Bei den Nutzern der Downloadmöglichkeiten sind die Männer noch immer deutlicher vertreten als die Frauen und zeichnen sich für mehr als 60 Prozent der Downloads verantwortlich. Auch die Generation der über Dreißigjährigen ist mit 57 Prozent noch deutlich stärker vertreten als die Zahl der jüngeren Nutzer.

Internet: EU will Breitbandausbau zügig vorantreiben

07. Dezember 2010
Breitbandausbau Deutschland

© Sylvie Thenard - Fotolia.com

Die Europäische Kommission hat ihre sogenannte „Digitale Agenda“ veröffentlicht, derzufolge jeder EU-Bürger bis 2013 die Möglichkeit haben soll, per Breitbandanschluss ins Internet zu gelangen. Bis 2020 soll Europa flächendeckend mit Bandbreiten zwischen 30 und 100 Megabit pro Sekunde ausgestattet werden.

Bis es so weit ist, müssen nach Expertenmeinungen die bisher erzielten Fortschritte weiter ausgebaut werden. So konnte die Zahl der Online-Anwender mit Bandbreiten von mindestens 10 Mbit/s im Vergleich zum Vorjahr von knapp 15 Prozent auf etwa 30 Prozent erhöht werden, Geschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit/s stehen jedoch für nur etwa fünf Prozent der Nutzer zur Verfügung.

Starke Wachstumsraten verzeichnet hingegen das mobile Internet. Die Anzahl mobiler Breitbandanschlüsse konnte innerhalb eines Jahres um geschätzte 45 Prozent gesteigert werden. Insbesondere Dänemark, Portugal, Schweden, Finnland und Österreich sind hier Vorreiter. Die rasant zunehmende Nachfrage nach mobilen Breitbandanschlüssen erfordert den Ausbau der vorhandenen Funkfrequenzen. Ein entsprechender Vorschlag der EU-Kommission ist vorhanden, auf eine gemeinsame Linie konnte man sich bisher jedoch noch nicht einigen. Der weltweite Vergleich zeigt, dass Europa als Ganzes in puncto Internet-Breitbandversorgung hinter Ländern wie Südkorea oder Japan liegt. Lediglich einzelne Mitgliedsstaaten wie die Niederlande können vergleichbare Zahlen vorweisen.

Von den verschiedenen Anschlussmöglichkeiten sind DSL-Leitungen bisher am weitesten verbreitet, doch ihr Marktanteil sinkt. Vor allem leistungsstarke Glasfaserverbindungen sind immer weiter auf dem Vormarsch und könnten die herkömmlichen Anschlüsse bald ablösen. Ein neues, „Fibre to the Home“ (FTTH) genanntes Modell sieht die Verlegung von Glasfaserkabeln direkt bis zum Haushalt des Verbrauchers vor, in Schweden sind bereits etwa 24 Prozent aller Breitbandnutzer per FTTH verbunden. In ganz Europa machen FTTH-Anschlüsse bisher nur knapp zwei Prozent aller Breitband-Verbindungen aus. Um ihre gesteckten Ziele zu erreichen, plant die EU Schritte, um den Breitbandausbau in Europa schneller voranzutreiben. So sollen freie Funkfrequenzen für drahtlose Verbindungen reserviert und die Erweiterung vorhandener Kabelnetze finanziell gefördert werden.

LTE – Der Nachfolger der UMTS-Technologie

28. September 2010
Long Term Evolution

© netterkerl - Fotolia.com

LTE (kurz für Long Term Evolution) wird bereits als leistungsstarker Nachfolger der Datenübertragungstechnologie UMTS gehandelt. Bislang noch nicht auf dem Markt erhältlich, hat sich die Neuentwicklung für die mobile Internetnutzung bereits in verschiedenen Tests bewährt, und das auf mehr als eine Weise. Im Gegensatz zum UMTS werden mit LTE verschiedene Bandbreiten unterstützt – der Megahertz-Bereich soll dann ungefähr zwischen 1,25 und 20 MHz liegen. Zum Vergleich: Momentan sind nur 5 MHz technisch umsetzbar.

Dank LTE wäre es in der Theorie möglich, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Mbit/s Daten herunterzuladen. Praktisch wird sich das kaum umsetzen lassen und das nicht nur, weil sich mehrere User die zur Verfügung stehende Bandbreite teilen müssen: Auch eine Regulierung der Downloadgeschwindigkeit durch die Provider ist möglich. Im Moment wird bei Nutzung des mobilen Internets nur eine Downloadrate von ca. 17 Mbit/s erreicht – kein Vergleich zu dem, was wahrscheinlich mit LTE möglich sein wird. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger soll die neue Technologie auch durch ein für den Nutzer sehr günstiges Preis- Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Mit LTE soll nicht nur das Downloaden von Datenmengen schneller und einfacher werden. Die neue Technologie soll auch in Bereichen wie Handy-TV, Online-Spielen und Video-Gesprächen auf dem Handy oder dem Netbook ihre Anwendung finden. All dies wurde bereits im Jahr 2006 erstmals getestet, woraufhin LTE ein hohes Potenzial bescheinigt wurde und die Tests umfangreicher und intensiver durchgeführt wurden. Noch ist LTE nicht auf dem deutschen Markt erhältlich; Versuche und Feldstudien laufen aber auf Hochtouren. Ein offizieller Start ist spätestens für das Jahr 2011 geplant. Die Provider haben sich ein hohes Ziel gesetzt: Sie wollen mithilfe von LTE vor allem auch die Gegenden versorgen, in denen bisher keine Breitband- Internetverbindungen möglich waren. In Stockholm wurde bereits im vergangenen Jahr der erste LTE-Standort in Betrieb genommen.