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Die Deutschen laden sich immer mehr Dateien aus dem Internet herunter, das belegen zumindest die neuesten Zahlen des zuständigen Dachverbandes. Von Januar bis Dezember 2010 wurden bereits etwa 62 Millionen Dateien heruntergeladen, und im jetzt laufenden 4. Quartal 2010 wird, aufgrund des Weihnachtsgeschäftes, noch einmal mit einer deutlichen Steigerung gerechnet. Somit könnte sich die Zahl der Downloads noch bis auf über 90 Millionen Dateien steigern, was einem Anstieg um 43 % gegenüber 2009 entsprechen würde. Und wenn sich auch der Trend beim Umsatz, der für die ersten neun Monate des Jahres 2010 bei durchschnittlich 4,41 Euro pro Datei lag, in gleicher Weise weiter entwickelt, dann steht am Jahresende sogar ein Plus von 49 % beim Umsatz, das heißt, der Umsatz ist sogar noch stärker gestiegen als die absoluten Downloadzahlen und könnte eine Summe von 390 Millionen Euro erreichen.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass es auch in den nächsten Jahren eine deutliche Steigerung sowohl bei den Downloadzahlen wie auch beim Umsatz geben wird und sich der Markt in 2011 um mindestens ein Drittel vergrößert. Verantwortlich sind hierfür, neben den Downloads auf PCs und Laptops, vor allem auch die neuen Nutzungsmöglichkeiten bei Smartphones und Handys mit UMTS-Empfang. Durch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards LTE als Nachfolger von UMTS werden mobile Downloads noch attraktiver, und es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Downloads von Dateien sich besonders im mobilen Bereich signifikant steigern wird. Auch E-Book-Reader und Tablet-PCs werden diesen Trend entsprechend unterstützen. Dabei sind quer über alle Downloads sowohl Spiele, Videos, Musik, Software und Hörbücher vertreten, und die großen Bildschirme der neuen Geräte eignen sich ideal auch für Filme, Spiele und Bücher.
Bei den Nutzern der Downloadmöglichkeiten sind die Männer noch immer deutlicher vertreten als die Frauen und zeichnen sich für mehr als 60 Prozent der Downloads verantwortlich. Auch die Generation der über Dreißigjährigen ist mit 57 Prozent noch deutlich stärker vertreten als die Zahl der jüngeren Nutzer.



