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So funktioniert der Stromanbieterwechsel

01. Februar 2012

Stromanbieter wechselnIn Zeiten der Energieverteuerung kann ein Stromanbieterwechsel Ihre Stromrechnung merklich mindern. Mehrere hundert Euro im Jahr sind da keine Ausnahme. Ein Stromanbieterwechsel geht einfach schnell und risikolos. Die Angst ohne Strom dazustehen, ist völlig unbegründet.

Strom wird mehr und mehr durch sogenannte regenerative Energien wie Sonne, Wasser, Erde und Wind erzeugt. Das Nichtbeherrschen der Kernenergie hat das abrupte Umdenken noch forciert. Der Spagat zwischen Umweltfreundlichkeit, Nutzbarkeit und Nutzungskosten ist sehr groß. Wen wundert es da, dass Strompreise in Deutschland immer mehr explodieren.

Mittlerweile gibt es unzählige Stromanbieter, regional wie überregional. Der Tarifdschungel ist für den Verbraucher meist kundenunfreundlich und vor allem unübersichtlich. Nehmen Sie sich daher Zeit. Schauen Sie sich in Ruhe Ihre letzte Abrechnung an. Dort steht Ihr Gesamtverbrauch eines Jahres in Kilowattstunden (kWh). Jetzt brauchen Sie nur noch Ihre Postleitzahl. Mit diesen beiden Angaben können Sie Ihren Stromvergleich im Internet beginnen.

Nachdem Sie diese in den Strompreisvergleichsrechner eingegeben haben, zeigt er Ihnen günstige Stromanbieter an. Der Neuanbieter benötigt jetzt im Regelfall Ihre Kunden- und Zählernummer. Diese Daten reichen aus, um einen Stromanbieterwechsel in die Wege zu leiten.

Bei einem Stromanbieterwechsel sollte aber nicht nur der günstigere Preis ausschlaggebend sein, sondern die Vertragsbedingungen im Ganzen. Ihre individuellen Ansprüche sollten Berücksichtigung finden. Dazu zählen Laufzeit, Kautionszahlungen und Preisgarantien. Aber auch der Wunsch, Ökostrom zukünftig nutzen zu wollen, zählt dazu. Oftmals ist Ökostrom preiswerter als Ihr regionaler Anbieter. Es zahlt sich nicht nur finanziell für Sie aus, sondern es freut auch die Umwelt.

Erneuerbare Energien: Solarförderung soll monatlich sinken

27. Januar 2012

SolarförderungNach den Plänen des Umweltministeriums könnten die Förderbeträge für Solarenergie künftig monatlich statt wie bisher halbjährlich sinken. Merkliche Auswirkungen auf die Strompreise werden durch diese Umstellung nicht erwartet.

Nach einem Treffen mit Vertreten der Solarbranche hat der Bundesumweltminister verdeutlicht, dass er die Nutzung von Solarenergie auch künftig vorantreiben will. Im Jahr 2011 ist es zu erheblichen Zuwächsen im Bereich der Solarenergie gekommen – die erzielte Mehrleistung von rund 7.500 Megawatt ist theoretisch vergleichbar mit der Stromerzeugung von fünf Kernkraftwerken. Dieser Anstieg wird unter anderem auf das derzeitige Fördermodell der Bundesregierung zurückgeführt, das eine regelmäßige Kürzung der Fördermittel vorsieht und Mitnahmeeffekte begünstigen kann: So führte die Reduzierung der Beihilfen im Januar 2012 zu einer stark erhöhten Nachfrage im Dezember des Vorjahres, jeder wollte noch in den Genuss der vollen Förderung kommen. Da die Geldmittel für die Subventionierung von den Verbrauchern über die Öko-Zulage aufgebracht werden, befürchten Experten steigende Strompreise.

Diese Entwicklung sieht der Bundesumweltminister als Anlass, eine Überarbeitung des Fördermodells in Betracht zu ziehen. Sein Vorschlag: Die Beträge sollen künftig monatlich statt wie bisher halbjährlich gekürzt werden. Diese Reduzierung von bis zu 24 Prozent im Jahr soll dazu führen, dass „Schlussverkäufe“ wie Ende 2011 in Zukunft vermieden werden. Zugleich könnte so der unkontrollierte Ausbau auf dem Solarstrom-Sektor unterbunden werden.

Nach Ansicht des Ministers könnten bereits im Jahr 2017 die ersten Anlagen zur Solarstrom-Gewinnung gänzlich ohne Förderung betrieben werden. Zusätzlich räumt er dem Export deutscher Solartechnik große Zukunftschancen ein.

Aktuell zahlen die Verbraucher etwa acht Milliarden Euro für den Strom aus Solarenergie, demgegenüber werden aber nur rund drei Prozent des verfügbaren Stroms aus Sonnenenergie gewonnen. Die Netzbetreiber geben jedoch zu bedenken, dass Versorgungsengpässe aufgrund der Abschaltung deutscher Atommeiler durch Solarstrom verhindert worden seien. Eine Studie geht davon aus, dass das Stromnetz das Solarstromaufkommen nur bis zu einem Limit von etwa 30.000 Megawatt bewältigen könne – dieser Grenzwert könnte bereits im laufenden Jahr erreicht werden.

Milder Winter und steter Wind sichern die Stromversorgung

14. Januar 2012

Winter StromversorgungDie Atomkatastrophe in Fukushima hat im letzten Jahr die Welt erschüttert und in Deutschland zu einem Umdenken in Sachen Energiepolitik geführt. Schnelle Entscheidungen waren gefragt und gefordert.

Den Forderungen kam die Regierung nach und legte mit sofortiger Wirkung acht Atomkraftwerke still. Darüber hinaus wurde für alle weiteren Kraftwerke in der Bundesrepublik die Abschaltung zu einem festen Zeitpunkt beschlossen. Doch damit nicht genug. Verschiedene Gesetze sollen in den kommenden Jahren zudem die Nutzung der erneuerbaren Energien fördern. Bis 2020 sollen laut Regierung etwa 35 Prozent der Stromversorgung in der Bundesrepublik durch Ökostrom abgedeckt werden. Wenn es nach den Vorstellungen der Branche geht, könnten es sogar circa 50 Prozent sein.

Doch es gibt auch Schattenseiten dieser neuen Energiepolitik. So warnen Experten vor Stromengpässen. Besonders im Winter sehen sie die Gefahr der Unterversorgung. Wenn es früh dunkel wird und die Menschen mehr Zeit in den Wohnungen verbringen, steigt der Energiebedarf. Bei einer Windflaute und der fehlenden Arbeit der Photovoltaikanlagen kann es zu Engpässen kommen. Auch unerwartete Ereignisse wie umgeknickte Strommasten oder ein Kraftwerkausfall hätten bezüglich der Stromversorgung ernsthafte Konsequenzen – ein Blackout wäre dann relativ wahrscheinlich. Bisher verließ man sich auf den aus Frankreich importierten Strom.

Die Freude über einen lauen Winter ist daher unter den Experten groß. Die Franzosen haben aufgrund der milden Temperaturen genug Strom zum Exportieren zur Verfügung. Noch dazu ist derzeit auf den Wind Verlass, sodass die Energie durch Windanlagen als zuverlässiger Ersatz für die Solarenergie bereitsteht.

Um dennoch auf Notsituationen vorbereitet zu sein, hat die Regierung eine zusätzliche Stromreserve von rund 2.000 Megawatt gebucht. Obwohl diese Menge zwar knapp bemessen ist, kann Optimismus verbreitet werden. Nicht nur für die Stromversorgung scheint es also gut zu stehen, auch um die Zukunft der „grünen” Ausrichtung der Energiepolitik muss man sich vorerst wohl keine Sorgen machen.