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Fertighäuser oder sogenannte Systemhäuser sind mittlerweile weit verbreitet. Nun sind Japaner noch einen Schritt weiter gegangen: Der Konzern Panasonic bietet eine ökologische Stadt, die schlüsselfertig bestellt werden kann und sich selbst mit Energie versorgt. Das erste Musterstädtchen entsteht in Fujisawa, das südlich von Tokio gelegen ist. Dort wird auf einem großen Fabrikgelände eine klimafreundliche und nachhaltige Stadt erbaut.
Der Konzern plant, dass im Jahr 2013 rund 3.000 Menschen in die Stadt ziehen und dort das Wohnen austesten. Vom Aussehen ähnelt die Öko-Stadt einer typischen Vorstadt: Entlang der Wege reihen sich die Fertighäuser des konzerneigenen Anbieters PanaHome. Auf deren Dächern erzeugen Solaranlagen Strom, der je nachdem verbraucht, in das Netz gespeist oder aber gespeichert wird. Dazu werden Akkus mit Lithium-Ionen genutzt. Außerdem gewinnen Brennstoffzellen nachts und bei bewölktem Himmel aus Sauer- und Wasserstoff Elektrizität und darüber hinaus aus der Prozessenergie Warmwasser.
Im Herzen der Stadt befinden sich riesige Rechner, die den Verkehr, die elektronischen Netze und die Geräte steuern, so zum Beispiel die Computer der Häuser. Diese können wiederum mithilfe eines Internetfernsehers als eine Art Schaltzentrale die Haushaltsgeräte lenken. Indem Klimaanlagen und Kühlschränke ihre Leistung an die Umgebung anpassen, lässt sich Strom sparen. Sie messen zum Beispiel das Licht der Umgebung, die Temperaturen innen und außen des Kühlschranks und orientieren sich am Lebensrhythmus ihrer Besitzer.
Die elektronische Stadt ist Teil einer Revolution des Panasonic-Konzerns, das im Jahr 2018 zum 100. Geburtstag im Sektor Energiemanagementsystemen weltweit führen möchte. Auf die Öko-Städte wartet ein riesiger Markt: Ein weiteres prominentes Smart-City-Projekt ist zum Beispiel die Stadt Masdar in Abu Dhabi. Dort erbaut seit 2006 die Firma des Stararchitekten Norman Foster eine kohlendioxidneutrale und müll- und autofreie Stadt. Sie soll etwa 50.000 Einwohnern und rund 1.500 Firmen Platz bieten. Foster plant sogar, den Wind einzufangen und zur Temperaturregulierung durch die Stadt zu leiten.



