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Mit ‘Stromversorgung’ getaggte Artikel

Fehlerstromschutzschalter – Schutz für Leib und Leben

23. April 2010
Fehlerstromschutzschalter

© www.m-buehner.de - Fotolia.com

Leicht kann es einmal zu einem elektrischen Schlag kommen. Während sich viele Altbaubewohner darauf verlassen, dass bei einem Unfall die Sicherung „herausfliegt“, sind Bewohner von Neubauten oder modernisierten Wohnungen besser geschützt: Sie können auf den Fehlerstromschutzschalter vertrauen.

Viele Menschen fühlen sich von den herkömmlichen Sicherungen ausreichend geschützt. Doch nicht ohne Grund sind in Neubauten und bei Modernisierungen seit einiger Zeit Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) vorgeschrieben. Sie sind keine absolute Lebensversicherung, können aber das Risiko, bei einem Stromschlag ernsthaft verletzt oder gar getötet zu werden, stark reduzieren. Die althergebrachten Sicherungen treten nur dann in Aktion, wenn es zu Kurzschlüssen oder Leitungsüberlastungen kommt. FI-Schalter dagegen schalten den Strom bereits dann ab, wenn er nicht mehr dem normalen Verlauf in der Leitung folgt, sondern zum Beispiel in den menschlichen Körper eindringt. Dies wird durch ständige Messungen des Stroms festgestellt, der in der Leitung eines Endgerätes fließt. Fällt also der Föhn in die Badewanne und der Strom fließt im Wasser, dauert es nur Millisekunden, bis der FI-Schalter den Stromkreis unterbricht. Das Unglück wird dadurch von vornherein verhindert.

Neben dem klassischen Beispiel vom Föhn in der Badewanne gibt es im Haushalt noch etliche andere Ursachen für Stromunfälle: Kabel oder Isolierungen sind beschädigt, bei einer kleineren Reparatur wird das Abschalten vergessen, Kinder spielen an Steckdosen. Leider gehen solche Stromschläge nur selten glimpflich aus: Die Muskeln verkrampfen, die Atmung kann gelähmt werden, das Herz kommt aus seinem Rhythmus oder hört im schlimmsten Fall ganz auf zu schlagen.

Der Einbau eines Fehlerstromschutzschalters dient also nicht nur der Beruhigung des Gewissens, sondern kann tatsächlich Leben retten. Vorgeschrieben sind FI-Schalter in Nassbereichen wie Bad oder Toilette, sinnvoll auch dann, wenn Leitungen oder Steckdosen im Garten oder anderen Bereichen außerhalb des Hauses verlegt sind. Sie werden jedoch auch für Kinderzimmer und andere Wohnräume empfohlen. Der FI-Schalter kann entweder in einzelnen Steckdosen oder im Stromkasten installiert werden.

Stromanbieter – Wird dem Strommonopol endlich ein Ende bereitet?

21. April 2010
Strommonopol

© vladiscool - Fotolia.com

Doch nun könnte Bewegung in den Markt kommen, denn die hohen Preise nerven nicht nur die Verbraucher, sondern sie sind auch schädlich für die Wirtschaft. Nicht nur Privatpersonen müssen die hohen Kosten tragen, sondern auch die Industrie, Banken und Versicherungen, Dienstleistungsbetriebe, Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen, die Bahn und viele mehr. Die hohen Kosten verhindern mitunter wichtige Investitionen und treiben auch nicht so finanzstarke Privathaushalte regelmäßig in Engpässe, wenn etwa hohe Nachzahlungen drohen.

Hilfe kommt nunmehr aus Brüssel, denn dort ist man auf den Monopolismus der deutschen Stromanbieter aufmerksam geworden und bereit zum Handeln. Kritik, welche aus Brüssel kommt, prallt an den Firmen solange ab, bis sie zu Veränderungen gezwungen werden. Und dieser Zwang soll nun auf den deutschen Energiemarkt ausgeübt werden. Die Verstärkung des Wettbewerbs ist das erklärte Ziel, und dies könnte erreicht werden, wenn man ihn über die Grenzen hinaus auf den gesamten europäischen Raum ausweitet. Doch genau hier liegt das Problem: Es ist derzeit noch nicht möglich, Strom über die Ländergrenzen hinweg anzubieten.

Hier liegt auch das regionale Monopol mancher Anbieter begründet, auf welche Kunden zurückgreifen müssen, die keine Alternativen haben. Immerhin versorgen nur vier Konzerne bundesweit den größten Prozentsatz der Bevölkerung mit Strom. Dies soll nun geändert werden und dazu ziehen Berlin und Brüssel an einem Strang. Schließlich käme die Senkung der Strompreise Privatpersonen ebenso zugute wie Firmen und Institutionen. Der Markt muss europaweit geöffnet werden und mehr Anbieter sollen für den notwendigen Wettbewerb sorgen. Dadurch könnten die Preise spürbar nachgeben.

Der richtige Energiemix sorgt für eine sichere Stromversorgung

14. April 2010
Stromversorgung Energiemix

© JWS - Fotolia.com

Die Zeitungen sind voll mit Meldungen über erneuerbare Energien: Man liest gute Nachrichten über den Solarboom und über moderne Blockheizkraftwerke. Es wird von technologischen Entwicklungen berichtet, die Biogas zum Treibstoff der Zukunft machen könnten. Es wird von gigantischen Solaranlagen gesprochen, die in der Sahara gebaut werden sollen, deren Strom über Hochspannungsleitungen in ein europäisches Netzwerk für Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist werden soll. Was vor einigen Jahren als Hirngespinst aus Science-Fiction-Romanen abgetan worden wäre, beschäftigt heute Zeitungen und ihre Leser.

Was dabei oft in Vergessenheit gerät: Selbst wenn das rasante Tempo gehalten werden kann, mit dem heute die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen vorangetrieben wird; selbst, wenn das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung erreicht wird, bis 2020 30 Prozent des deutschen Energiebedarfs aus Wind, Wasser und Sonne zu gewinnen – auch dann wird immer noch über zwei Drittel des Stroms aus fossilen Energieträgern und Uran gewonnen werden.

Das ist kein Grund, weniger zuversichtlich zu sein oder sich weniger über das Erreichte zu freuen. Doch in der politischen Diskussion sollte man sich immer bewusst sein, dass ein bedeutender Teil der Gestaltungsmöglichkeiten im Feld der nicht erneuerbaren Energiequellen liegt. Voraussichtlich werden in zehn Jahren immer noch 70 Prozent des Stroms in Deutschland aus Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken gewonnen. Wie der Energiemix aussehen wird, wird mehr Einfluss auf die Klimabilanz und die mittelfristige energiepolitische Zukunft Deutschlands haben, als alle Windräder und Sonnenkollektoren zusammen.

Obwohl dieses Gebiet die Fantasien viel weniger beflügelt, als die modernen und sauberen Anlagen, muss die Diskussion stattfinden. In einem demokratischen Staat ist es wichtig, dass solche Entscheide nicht hinter verschlossenen Türen gefällt werden, sondern mit der Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit. Sollen neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die billig, aber klimaschädlich sind? Sollen die Laufzeiten der bereits gebauten Atomkraftwerke verlängert werden, ohne, dass man eine finale Lösung für die Lagerung des radioaktiven Abfalls hätte? Mit diesen unangenehmen Fragen muss sich heute und in der Zukunft auseinandergesetzt werden.