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Mit ‘Studie’ getaggte Artikel

Das Internet ist auf dem Handy angekommen

29. August 2010
Mobiles Internet Smartphone

© Anna Khomulo - Fotolia.com

Mit dem Aufkommen der Smartphones sind immer mehr Handys internetfähig. In Kombination mit passenden Verträgen gehen immer mehr Menschen, vor allem jüngere, mobil ins Internet. Laut einer von einem Verband für Informations- und Telekommunikationswirtschaft bei einem Marktforschungsunternehmen in Auftrag gegebenen Studie wurde die Zahl von etwa 10 Millionen mobilen Internetnutzern in Deutschland kürzlich erreicht und wahrscheinlich sogar überschritten.

Das heißt: Rund jeder fünfte Handynutzer nutzt sein Handy, um damit im Internet zu surfen. Zwar würden meist Webseiten von den mobilen Internetnutzern angesteuert, doch knapp die Hälfte der Nutzer schreibe auch Mails oder verwende Apps. Befragt wurden bei der Studie 1.000 Personen ab 14 Jahren. Mehrfachnennungen waren möglich. Ein Präsidiumsmitglied des Verbandes, der sich auch den neuen Medien widmet, fasste die Ergebnisse der Studie zusammen, dass seiner Ansicht nach die mobile Internetnutzung den Durchbruch im Massenmarkt geschafft habe. Dabei bleibt der Markt für das mobile Internet weiterhin ein Wachstumsmarkt. Prognosen gehen davon aus, dass dieses Jahr etwa acht Millionen internetfähige Smartphones verkauft werden. Das entspräche ungefähr einem Drittel aller verkauften Mobiltelefone im Jahr 2010.

Die Smartphones konnten sich vor allem deswegen durchsetzen, weil sie wie kleine Computer funktionieren und sich über große und berührungsempfindliche Displays bedienen lassen. Besonders die Gruppe der 14- bis 29- jährigen Handynutzer zeigt sich am Kauf der Smartphones interessiert. Einen Beitrag zu der schnellen Verbreitung des mobilen Internets haben die sogenannten Apps (Kurzform für Applications/Anwendungen) geleistet. Sie erleichtern das Surfen mit dem Smartphone im Internet, indem sie die verschiedensten Zusatzdienste anbieten. Abfahrtszeiten von Zügen, Preisvergleiche oder Wettervorhersagen sind nur eine Auswahl der knapp 400.000 Apps, die es weltweit für die verschiedenen Smartphone-Betriebssysteme gibt. Schon etwa vier Millionen Nutzer bedienen sich der Hilfe dieser Apps. Der Trend, das zeigt diese Studie, geht deutlich in Richtung der mobilen Internetnutzung mit Smartphones.

Rund drei Viertel der Deutschen sind online – Senioren bleiben davon unbeeindruckt

27. Juli 2010
Senioren Internet

© Noam - Fotolia.com

In einer Zeit, in der man sogar schon seine täglichen Einkäufe über das Internet erledigen kann, fragt man sich, wie es jemals ohne ging. Funktioniert der Computer einmal nicht, ist das soziale Leben direkt erheblich beeinträchtigt. Doch laut einer aktuellen Studie der Initiative D21 sind – entgegen früheren Prognosen – immer noch ca. 20 Millionen Deutsche offline und nutzen das Internet nicht. Den größten Teil davon machen Senioren aus.

Die Zahl derer, die kein Interesse an der Nutzung des Internets zeigen, ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent gesunken, man ging ursprünglich jedoch von einem deutlicheren Rückgang aus. Vor allem Bundesbürgern ab 50 fehle bisher noch die Begeisterung für das Medium. Damit schneidet Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern eher mäßig ab.

Den höchsten Anteil an Internetnutzern in Europa haben die skandinavischen Länder, allen voran Island. Hier sind fast 95 Prozent der Einwohner online. Es folgen die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Beide Länder bringen es auf gut 80 Prozent. Den innerdeutschen Vergleich führt Bremen an. Auch hier nutzen bereits rund 80 Prozent der Einwohner das Internet. Den Grund für das schlechte Abschneiden Deutschlands im europäischen Vergleich findet man in der Analyse der Nutzergruppen. Fast alle Schüler und Studenten nutzen das Internet, von den über 50-Jährigen ist es aber noch nicht einmal die Hälfte.

Bei der Initiative D21 handelt es sich um ein Netzwerk verschiedener Wirtschaftsunternehmen und staatlicher Behörden. Gegründet wurde sie 1999 und fand zu dem Zeitpunkt ebenfalls die Unterstützung des damals amtierenden Bundeskanzlers. Die Initiative beschäftigt sich mit unterschiedlichen Thematiken und gewinnt aus den Informationen der mehr als 200 beteiligten Unternehmen die erforderlichen Daten für ihre umfassenden Studien.