Startseite Kontakt Impressum
Stromvergleich Gasvergleich Autoversicherung wechseln DSL-Anbieter

Mit ‘Windenergie’ getaggte Artikel

Die Energieversorgung der Zukunft

02. September 2010
Energieversorgung Zukunft

© unpict - Fotolia.com

Von der Wirtschaftsforschung sind jetzt neue Berechnungen veröffentlicht worden, die aufzeigen, wie die Energieversorgung zukünftig in Deutschland aussehen soll. In einem Plan mit fünf wichtigen Unterpunkten wird so festgehalten, was für einen Stellenwert die einzelnen Energielieferanten in den nächsten 30 Jahren haben werden und was aus der Kernkraft wird.

Das endgültige Ziel aller Energiestrategien scheint dabei unstrittig: Die Energie soll deutschlandweit sauberer und zu einhundert Prozent erneuerbar werden. Als erster wichtiger Punkt sollen die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert werden, allerdings nur im Süden der Nation. Dies ist unerlässlich, da andernfalls in den südlichen Regionen eine schlagartige große Lücke in der Stromversorgung entstehen würde, die nur durch neue Kohlekraftwerke geschlossen werden könnte, was nicht im Sinne der sauberen Energie ist.

Im Norden dagegen können Windparks diese Lücke auch jetzt schon schließen. Wichtig ist, trotz der Verlängerung der Laufzeiten ein eindeutiges Datum für die Außerkraftsetzung festzulegen, um Planungen durchsichtiger zu machen. Hand in Hand mit dieser Überlegung geht das absolute Bauende von Kohlekraftwerken, welche die Umwelt bewiesenermaßen sehr belasten.

Kernkraft- und Kohlewirtschaft müssen sich aber gleichzeitig zu Investitionen in erneuerbare Energien verpflichten und zusammenarbeiten. Damit diese erneuerbaren Energien von den Energieparks im Norden schließlich in den Süden der Nation gelangen können, bedarf es zusätzlich vieler neuer Höchstspannungstrassen. Um diese entstehen zu lassen, soll die Politik denjenigen Boni verschaffen, die beim Ausbau der Netze helfen. Somit soll bald ein deutschlandweites Stromnetz entstehen, das Strom liefert und gleichzeitig den Verbrauch steuert.

Damit aber in Zukunft auf erneuerbare Energien wirklich Verlass ist, müssen diese um einiges stabiler werden. Schwankungen in der Stromerzeugung bei Solar-, Wind- und Biogasstrom müssen gegenseitig ausbalanciert werden, so dass die Stromversorgung zukünftig reibungslos abläuft. Die letzte Änderung muss in den Haushalten selbst passieren: Durch Wärmedämmung, Holzheizungen und Solaranlagen lassen sich in deutschen Häusern die größten Einsparungen erzielen. So ist der Weg geebnet für eine saubere Energieversorgung in Deutschland.

Die Kraft des Windes – wie Windenergie Fortschritt bringt

27. August 2010
Windenergie

© mirpic - Fotolia.com

Windenergie ist deutschlandweit im Kommen. Vor allem im Norden des Landes sind überall riesige Windkraftanlagen zu sehen, die schon weite Teile des Landes, aber auch der Meere bedecken. Doch wie funktionieren diese Windanlagen eigentlich?

In erster Linie verwandeln sie Wind in elektrischen Strom um. Dies gelingt ihnen durch eine exakte Anpassung an die Windrichtung und das Ausnutzen der Auftriebskraft. Die Energie, die der Wind selbst hat, ist im Übrigen nichts Anderes als Sonnenenergie, die in der Atmosphäre zu Wind wurde.

Die Türme ragen weit, manchmal fast hundert Meter, in den Himmel hinein. Ganz an der Spitze fangen die Rotorblätter, die an Turmmasten befestigt sind, den Wind auf und werden durch ihn in Bewegung versetzt. Diese erzeugte Bewegungsenergie wird an einen Generator im Inneren der Anlage weitergeleitet, der sie in Strom umwandelt. So das vereinfachte Prinzip einer Windkraftanlage. Dieses Prinzip, welches in Windparks hundertfach ausgeführt wird, erzeugt große Mengen an Strom.

So viel Strom, dass sich Politiker und Wissenschaftler erhoffen, bald einen großen Anteil der Stromerzeugung in Deutschland auf diese Parks konzentrieren zu können. Das Bundesland Schleswig-Holstein soll sogar bis ca. 2020 ausnahmslos von Windenergie versorgt werden. Das zeigt deutlich: Mit der Windenergie kommt Veränderung in die deutsche Strombranche. Die Erweiterung dieser Methode zur Energieherstellung hat allerdings nicht nur Befürworter.

Immer größere Anlagen mit immer größeren Windmaschinen bedeuten auch einen Eingriff in den Lebensraum der Bewohner der betroffenen Gebiete. Die Windkraftanlagen setzen jedoch so gut wie keine Schadstoffe frei und hinterlassen weiterhin nutzbare Flächen, wodurch die Mehrzahl der Anwohner leicht zu überzeugen sein sollte. Die allmähliche Umstellung zu erneuerbaren Energien stellt eine große Entlastung für die Umwelt dar. Umweltverschmutzende Rohstoffe müssen mit dem Aufstieg der Windenergie immer weniger nach Deutschland importiert werden, wodurch auch die deutsche Wirtschaft gestärkt wird. Ein solch bedeutender neuer Energiesektor bringt zur gleichen Zeit viele zusätzliche Arbeitsplätze, was die betroffenen Regionen selbst vorantreibt.

Strom durch Windkraft – Export von Windrädern rückläufig

12. August 2010
Strom Windkraft

© Martina Berg - Fotolia.com

In der gesamten Welt werden in diesem Jahr weniger Windräder aufgestellt als im Vorjahr. Diese Situation beklagen die hiesigen Windanlagenbauer und -betreiber. Für 2011 sind jedoch die ersten Anzeichen für einen Aufschwung im zweistelligen Bereich festzustellen, der das Niveau des Vorjahres erreichen könnte. Der Blick ins Ausland zeigt, dass etwa jede sechste Windkraftanlage aus unserem Land kommt. Das bedeutet, dass circa 75 Prozent aller hier produzierten Anlagen exportiert wurden, vor allem in unsere Nachbarländer und nach Fernost. Der Einbruch der Nachfrage in diesem Jahr geht auf den nahezu 50-prozentigen Rückgang des Geschäftes in Übersee zurück, für den der niedrige Gaspreis verantwortlich ist.

Ein weiterer Aspekt lastet schwer auf der Windenergiebranche: Wie schon im Jahr 2009 wehte der Wind hierzulande auch in diesem Jahr zu schwach, so dass die Stromerzeugung durch die Windkraft zurückging. Schon im Vorjahr sank die Produktion von etwa 40 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf rund 37 Milliarden kWh ab, obwohl zusätzlich neue Windräder installiert worden sind. Zudem leidet die Branche heute noch unter den Folgen des langen Winters, durch den es ist nicht möglich war, die Fundamente für neue Windkraftanlagen zu gießen. Während 2009 noch etwa 950 neue Anlagen mit einer Leistung von etwa 1.900 Megawatt (MW) errichtet wurden, kann diese Leistung 2010 nicht erwartet werden. Damit drehen sich in unserem Land etwa 21.000 Anlagen, die über eine Kapazität von fast 26.000 MW verfügen. Die Kernkraftwerke erzeugen im Vergleich dazu mehr als dreimal so viel Strom wie die Windkraft.

Mehr Wachstum wird von neuen Flächenausweisungen in fünf Bundesländern sowie den Offshore-Anlagen erwartet. Doch der Ausbau der vor der Küste installierten Anlagen geht wegen technischer, finanzieller und umweltpolitischer Schwierigkeiten nur schleppend voran. Die Investoren hoffen inzwischen auf Staatsbürgschaften, da der Bund in Zukunft etwa 5.000 große Windräder in der Nord- und Ostsee plant. Sie sollen eine Kapazität von circa 25.000 MW erreichen.