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Telekom startet Glasfasertest für 200 Mbit Bandbreite

16. August 2012
Glasfaser-Ausbau Deutschland

© jochenL.E. – Fotolia.com

Nachdem in den letzten Jahren immer mehr Kunden vom klassischen DSL auf das sogenannte VDSL umgestellt haben, ist die Internetnutzung mit deutlich höheren Geschwindigkeiten möglich geworden. Zum einfachen und schnell Streamen von Videos online oder zur Nutzung des Internetfernsehens werden Anschlüsse dieser Art benötigt, längst ist hiermit noch nicht das Ende der leistungstechnischen Fahnenstange erreicht.

Aktuell hat die Deutsche Telekom angekündigt, mit einer durchgängigen Glasfaserverbindung soll zukünftig Kunden nach dem Standard FTTH eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 200 Mbit in der Sekunde geboten werden. Das Angebot wird aktuell aufgrund der gegebenen Infrastrukturen allerdings nur auf zwölf Städte beschränkt.

Verlustfreie Datenleitung bis zum heimischen Rechner

Die neue Technologie unterscheidet sich von anderen Varianten des Glasfasernetzes, da die Datenleitung nicht beim Verteilerkasten in der heimischen Straße aufhört. Von hier aus bis zum PC in der eigenen Wohnung oder im Büro entstehen im Regelfall noch einmal Leistungsverluste, die zu langsameren Downloads und einer reduzierteren Bandbreite im Vergleich zum abgeschlossenen Vertrag führen. Durch FTTH sollen genau diese Verluste unterbunden werden, da die Datenleitung hier direkt bis ins Haus reicht und so eine uneingeschränkte Internetnutzung ermöglicht. Im Gegensatz zu alten Telefonleitungen dürfte sich nicht nur im Rahmen von FTTH die Verwendung von Glasfasern für Datenleitung erheblich etablieren.

Ausbau im nächsten Jahr zu erwarten

Der Test von FTTH erfolgt zunächst lokal beschränkt auf zwölf Städte in der gesamten Bundesrepublik, zu den größten zählen Potsdam, Braunschweig, Hannover und Ingolstadt. Im Jahr 2013 soll die Diskussion über einen Ausbau der Glasfasernetzwerke erfolgen, wobei es für die Deutsche Telekom hier abzuwarten gilt, welche Erfahrungen mit FTTH und den deutlich erhöhten Datengeschwindigkeiten gesammelt werden. Probleme mit in der Nutzung der neuen Leitungen sieht das Unternehmen höchstens auf Seiten der Vermieter und Immobilienbesitzer. Diese müssen dem Aufbau eines entsprechenden Glasfasernetzes im eigenen Haus zustimmen, damit Mieter die gesteigerte Bandbreite nutzen können.

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